autismus Oberbayern, Vereinigung zur Förderung von autistischen Menschen

Rückblick auf 2018

700 Besucher auf der Autismus Messe - eine rundum gelungene Veranstaltung

Ein Bild der Autismus Messe - Alois Glück (Schirmherr u. Landtagspräsident a.D.), Josef Mederer (Bezirkstagspräsident), Prof. Dr. Matthias Dose (Vorstandsvorsitzender des akn), Eva Pinsard (Stiftung Pfennigparade), Hannes Müller (Leiter d. BBW München), Dr. Nicosia Nieß (autismus Oberbayern e.V.)

Vor 10 Jahren haben 32 Organisationen, die in Oberbayern für das Thema "Autismus" stehen sich in einem Festakt mit einem Vertrag zum akn, dem Autismus Kompetenznetzwerk, zusammen-geschlossen. Aus dem akn hat sich ein Organisationsteam gefunden, das mit insgesamt 7 Sitzungen und vielen E-Mails zwischendurch am 24.11.2018 die Autismus Messe Oberbayern gestaltet hat.

Ein Festakt mit Vorträgen, eine Ausstellung vieler Netzwerkpartner und eine Reihe von Fachvorträgen bildeten ein rundes Programm, zu dem viele interessierte Betroffene, Angehörige und Fachleute kamen. Die Stiftung Pfennigparade stellte die Aula und Räume der Schule unentgeltlich zur Verfügung.

Das Highlight des Tages war der Abschluss mit einer Podiumsdiskussion autistischer Erwachsener (dabei auch unser Vorstandsmitglied Nanna Lanz!), die die Zuhörer an ihren Vorstellungen und Wünschen an die Zukunft teilhaben ließen.

Dieser Tag zeigte eindrucksvoll, dass das Netzwerk, das inzwischen auf ca. 40 Partner angewachsen ist, lebendig und aktiv ist.

Dr. N. Nieß

Einen Artikel der Süddeutschen Zeitung zur Podiumsdiskussion finden Sie unter https://www.sueddeutsche.de/muenchen/autismus-helfen-statt-schimpfen-1.4227416.

Danke an alle Unterstützer der Petition "Entschuldigung und Gegendarstellung der AOK für den Ausdruck "Autistischer Zombie"

Mit 37.542 Unterstützern war die von unserem Vorstand in Bewegung gebrachte und von unserem Mitglied, Herrn Schudrowitz, gestartete Petition ein voller Erfolg. Die AOK ist nun zum Abdruck einer Entschuldigung und einer Gegendarstellung bereit und hat dazu bereits Kontakt mit dem Bundesverband und uns aufgenommen.


Private Haftpflichtversicherung und der Zusatzbaustein "Deliktunfähige Kinder"

Bitte überprüfen Sie, ob in Ihrem Versicherungsvertrag der Zusatzbaustein „Deliktunfähige Kinder“ mitversichert ist. Fragen Sie, wenn nötig, Ihren Versicherungsberater.


Rechtschutzversicherung mit Mitversicherung des autistischen Kindes (auch bei Volljährigkeit)

Wenn Sie ein behindertes Kind haben, dann sollten Sie eine Rechtsschutzversicherung abschließen, die auch den Sozialgerichtsschutz mit umfasst. Wir wurden darauf hingewiesen, dass man auch noch darauf achten muss, dass das autistische Kind mitversichert ist – auch dann noch, wenn es schon volljährig ist. Denn in einem Verfahren handelt es sich oftmals nicht um einen Anspruch der Eltern, sondern des behinderten Kindes selbst.


25 Jahre Gestütztes Malen

1993 lernte ich die Technik der Gestützten Kommunikation (Facilitated Communication = FC) kennen und anwenden. Diese Erfahrungen führten mich zu der berechtigten Annahme, dass im Inneren der von mir begleiteten schwer kommunikations-behinderten Menschen möglicherweise nicht nur ein reicher Sprachschatz angelegt sei, der eben durch individuelle Stütze zum Ausdruck kommen kann, sondern dass diesen Menschen auch eine Schöpferkraft innewohnt, welche sich durch Stütze manifestieren kann.

So begann ich die ersten Versuche der Anwendung von Stütze beim Malen.
Das Ergebnis war für die Maler/innen wie für mich beglückend und ich fokussierte meine kunst- sowie psychotherapeutische Arbeit auf dieses Feld und biete Gestütztes Malen nun seit langem in Einzelstunden an. Beim Gestützten Malen kommt Stütze bei der Wahl von Papier, Leinwand, der Pinsel und Farben, aber vor allem beim gesamten Malprozess zum Einsatz. Es ist wunderbar zu erleben, wie zielgerichtet und sicher z.B. die Farbauswahl durch gestütztes Zeigen erfolgt und wie sicher und kraftvoll die malerischen Spuren gesetzt werden.

Okan K.:
MALEN IST EINFACH TOLL!
MERKWÜRDIG, DASS ICH EINE STÜTZE BENÖTIGE, UM MICH MIT FARBEN SO AUSZUDRÜCKEN, WIE ICH ES WIRKLICH WILL. ES IST EINE HILFE, UM FINDIGE WEGE IM WILLENSBEREICH ZU GEHEN. OHNE STÜTZE BLEIBT DIE ABSICHT IN DEN WINDUNGEN DES GEHIRNS STECKEN ODER FINDET IM LABYRINTH NICHT DEN AUSGANG ZUM ZIEL! [...]

Die Stütze bietet also vielen Menschen die Möglichkeit zu gestalterischem Ausdruck, wie er ihnen sonst nicht erfahrbar wäre, weil die Willkürmotorik und die Auge-Hand-Koordination nicht zuverlässig zur Verfügung stehen oder/und der notwendige Muskeltonus nicht erhalten werden kann. Die Möglichkeit, gestützt malen zu können, bedeutet ein hohes Maß an Erfüllung, Zufriedenheit, des Glücks, der Selbstbestätigung und des Stolzes für die Maler/innen. Alle Maler/innen setzen sich ausgesprochen intensiv und ehrlich mit ihrer eigenen Behinderung auseinander. Sie denken über Strategien nach, ihrem Autismus ein Stück Freiheit abzutrotzen oder Zwänge und Stereotypien wenigstens teilweise ausblenden zu können.

David K.:
AM BESTEN GELINGT MIR DIESE KONTROLLE, WENN ICH IM GUTEN GEFÜHL BIN, DASS MEINE KAUM ERKLÄRBAREN ZWÄNGE GAR NICHT STÖREN!
DANN WERDEN SIE UNWICHTIG UND ANDERE DINGE KÖNNEN IN DEN VORDERGRUND TRETEN WIE MEINE FÄHIGKEIT ZU DENKEN UND ZU FÜHLEN. ICH BIN DANN INNERLICH KEIN BEHINDERTER MEHR, SONDERN FÜHLE MICH LEISTUNGSSTARK UND SICHER!

Ein Bild, gemalt von Maximilan Herold

Seit langem realisiere ich große Ausstellungen „MALEN IST HOFFNUNG“ mit immer neuen Bildern bzw. zeige wöchentlich Bilder und Texte auf Facebook unter dem Namen Malen ist Hoffnung. Die Maler/innen stehen dann im Licht der Öffentlichkeit und werden dadurch spürbar in ihrem Selbstwert gestärkt. Dieser Stolz auf die eigene künstlerische Gestaltungskraft und die positive Resonanz der Ausstellungsbesucher wirken dauerhaft nach und nähren die Seelenkräfte der Maler/innen.

Für meine Arbeit wurde ich 2004 mit dem Bundesverdienstorden geehrt und ich darf mich glücklich schätzen, Ehrenmitglied von autismus Oberbayern e. V. sein zu dürfen.
Ich danke allen Malerinnen und Malern mit ihren Familien, dass sie mich nun seit 25 Jahren Anteil nehmen lassen an ihrer Entwicklung und dass ich sie auf ihrer Lebensreise begleiten darf.

Maximilian Herold (47) malt (siehe Bild) und schreibt:
DIESER MANN IST NACHDENKLICH UND ZUFRIEDEN. ER LIEBT ES, MIT LEBENDIGEN FARBEIN SEINE SITUATION DARZU-STELLEN.
SEIN KOPF FASST DIE GANZE WELT UND DOCH BRAUCHT ER VIEL UNTERSTÜTZUNG. ICH HABE GUTE UNTERSTÜTZUNG.
DAS MACHT MICH FROH.

Brigitte Lobisch (Kunsttherapeutin)
Balthasar-Vitzthum-Str. 8, 82131 Gauting
+49 (89) 850 15 59
brigittelobisch@gestuetztes-malen.de
www.gestuetztes-malen.de
Facebook: Malen ist Hoffnung


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Danke

Dank an unserer Zuschussgeber, dem Freundeskreis und allen Mitgliedern und Spendern

Wir möchten uns herzlich bei den Krankenkassen für die Förderung unserer folgenden Projekte bedanken:
Wir danken der Techniker Krankenkasse für die Förderung unserer Klettergruppen, der DAK für die Unterstützung der Geschwisterseminare und der Barmer für die Förderung unserer iPad-Beratungen. Ein besonderer Dank gilt der ARGE der Krankenkassen für die großzügige Pauschalförderung, die unsere umfangreiche Vereinsarbeit erst möglich macht.

Ebenso danken wir der Stadt München, Referat für Umwelt- und Gesundheit für die Förderung unserer Geschäftsstelle.

Auch dem Land Bayern möchten wir für seine stete Förderung unserer Seminare und Fortbildungen danken.

Ganz besonderer Dank gilt dem Freundeskreis und vor allem unseren zahlreichen Spendern und Mitgliedern. Ohne diese Unterstützung wäre unsere Vereinsarbeit nicht möglich. Kleine und große Spenden ermöglichen es unserem Verein und seinen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern, Hilfen und Rat zu geben und unsere zahlreichen Angebote weiterzuführen.

Wir freuen uns sehr über die Förderung unserer Arbeit und die Unterstützung, sowohl durch aktives Mitarbeiten als auch durch jeden finanziellen Beitrag.


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Ausblick auf 2019

Individuelle Beratung von Familien zu Kommunikation und Förderung im häuslichen Umfeld

Mit der Diagnose „Autismus-Spektrum-Störung“ ergeben sich viele Fragestellungen für Eltern:

  • Wie können wir unser Kind fördern?
  • Wie können wir unserem Kind helfen, mit uns zu kommunizieren?
  • Welcher Kindergarten, welche Schule kommen in Frage?
  • Welche Entlastungsmöglichkeiten gibt es?
  • Welche Anträge können wir jetzt stellen?

Diese und ähnliche Fragestellungen sollen in einer Beratung im häuslichen Umfeld im Mittelpunkt stehen.

Schwerpunkte sind dabei die Förderung der Kommunikation und Beratung rund um Unterstützte Kommunikation, häusliche Fördermöglichkeiten und Therapien, Begleitung bei der Beantragung von sozialrechtlichen Leistungen und Hilfsmitteln sowie Beratung rund um Kindergarten und Schule.
Die Beratung können im häuslichen Umfeld oder bei Bedarf im Kindergarten oder der Schule des Kindes stattfinden.

Kontakt: Sandra Dengler
Tel.: 01515 / 4783717
E-Mail: autismus-beratung@gmx.de


Kinder- und Jugendfreizeit 2019

Auch 2019 dürfen sich wieder relativ selbständige Kinder und Jugendliche im Alter von etwa 11 bis 18 Jahren darauf freuen, unabhängig von ihren Eltern verreisen zu können.
Zeitraum ist der 31.8.2019 bis zum 7.9.2019. Der Ort wird wieder ein Ort im Bayrischen Wald sein.
Die Kinder und Jugendlichen werden von drei erfahrenen FreizeitbegleiterInnen betreut.

Kosten: Die Betreuungsleistungen (bei 5 Teilnehmern) betragen ca. 355 Euro, der Eigenanteil an Unterkunfts-, Verpflegungs und Fahrtkosten ca. 300 Euro, ca. 180 Euro werden als Taschengeld für Ausflüge, Eintritte und individuelle Wünsche benötigt.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Alexandra Merz, alexandra.merz@autismus-oberbayern.de


Osterfreizeit 2019 (ausgebucht)

Zum jetzt 6. Mal werden wir vom 19.04.2019 bis 27.04.2019 im schönen Feriendorf in Tieringen sein (Webseite des Feriendorfes: https://www.feriendorf-tieringen.de). Wie im letzten Jahr haben wir die Häuser im Oberdorf gebucht, die den autistischen Teilnehmern dadurch schon vertraut sind.

Kosten: Die Betreuungsleistungen werden ca. 900 Euro betragen und der Eigenanteil ca. 490 Euro.

Beachten Sie, dass es möglich ist, die Betreuung über Verhinderungspflege und den Eigenanteil über den Entlastungsbetrag zu finanzieren, indem Sie die Eigenanteilsrechnung bei Ihrer Pflegekasse einreichen.

Informationen und Anmeldeformulare erhalten Sie von Frau Merz, E-Mail: alexandra.merz@autismus-oberbayern.de


Individuelle Ferien 2019

Autistische Jugendliche und Erwachsene möchten auch gern mal ohne Eltern in Urlaub fahren. Deshalb sind wir bei der Organisation und bei der Abrechnung der Betreuung behilflich, wenn ein autistischer Mensch oder auch eine kleine Gruppe in Urlaub fahren möchte.
Melden Sie sich beim Verein, wenn Sie diese Möglichkeit ausprobieren möchten. Sie können den Ort und den Zeitraum des Urlaubs frei wählen!


Familienfortbildung 2019

Unser Verein plant, in 2019 wieder zwei Familienfortbildungswochen anzubieten:

  • die zweite Augustwoche zum Thema „Energiemanagement“ (Ort noch nicht bekannt)
  • in den Herbstferien zum Thema „Sprache“ (voraussichtlicher Ort: Inzell)

Wenn sich mindestens 6 interessierte Familien für jede der beiden Wochen bis spätestens zum 31.1.2019 verbindlich bei uns angemeldet haben, können wir die Fortbildungswochen organisieren. Ansonsten werden die Wochen nicht stattfinden können.

Kosten: Die Betreuungsleistungen für die Kinder werden ca. 435 Euro pro Woche und Kind betragen. Diese sind über die Pflegekasse abrechenbar. Der Eigenanteil an der Unterkunft beträgt für z.B. Fichtelberg ca. 350 Euro und für Inzell ca. 280 Euro.

Kontakt: Alexandra Merz, alexandra.merz@autismus-oberbayern.de


Therapeutische Klettergruppen 2019

In unseren Klettergruppen sind Plätze frei geworden. Neue Teilnehmer zwischen 8 und 20 Jahren sind gerne willkommen. Teilnahmebeitrag ca. 10 Euro pro Termin. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Verena Rückert, verena.rueckert@autismus-oberbayern.de


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Buchbesprechungen

Autistische Kinder brauchen aufgeklärte Eltern

Silke Bauerfeind, Taschenbuch Verlag 2018

Autistische Kinder brauchen aufgeklärte Eltern

Das 2. Buch zu Ellas Blog beschäftigt sich im Teil I mit vielen Definitionen und dem Thema Autismus im Allgemeinen und im Speziellen und hat sich für mich eher schleppend gelesen.

Der Teil II „Die Situation der Eltern“ ist weitaus emotionaler und auch der Part, in dem ich mich selbst wiedergefunden habe. Hier werden die Nöte und Ängste der Eltern ange-sprochen. Viele der Themen waren genau meine Themen und ich denke, dass hier alle betroffenen Eltern sich bei dem einen oder anderen Absatz wiederfinden werden. Es hilft einfach zu wissen, dass man nicht alleine ist und andere genauso fühlen.

Es werden auch viele Tipps und Anregungen gegeben, die helfen können oder einfach mal die Sicht verändern.

Es ist sehr wertvoll, dass die Autorin selbst Mutter eines autistischen Kindes ist, denn man fühlt sich dadurch sehr aufgehoben und verstanden.

Das Thema Schule hat ein eigenes interessantes Kapitel.

Ich würde mir wünschen, dass auch Menschen die nicht direkt betroffen sind, das Buch lesen. Denn autistische Kinder brauchen neben aufgeklärten Eltern auch ein aufgeklärtes Umfeld.

N. Markussian


So will die Menschenseele frei sich schwingen

Nikolaus Schindera, 2018

So will die Menschenseele frei sich schwingen

Stud. phil. Jakob Schindhelm, Sohn von Hauseltern in der Lebensgemeinschaft Höhen-berg, hat im Eigenverlag eine Broschüre (DIN A4) mit einer Auswahl von Texten herausgegeben, die im Wege der Gestützten Kommunikation im Laufe der Jahre mit Nikolaus Schindera (Niki) zu Stande gekommen sind.

Mit Niki gestützt zu kommunizieren ist ausge-sprochen schwierig. Aber Jakob hat den Zugang zu ihm gefunden. Die siebzig, oft tiefsinnigen Texte atmen den Geist einer anthroposophischen Einrichtung, in der Niki lebt. Eingefügt sind einige ansprechende Bilder, die unter Brigitte Lobisch, Kunsttherapeutin in Gauting, durch Gestütztes Malen ebenfalls von Niki erstellt wurden.

Bezugsmöglichkeit: Eva-Maria Schindhelm, Lebensgemeinschaft Höhenberg, 84149 Velden/Vils
Schutzgebühr 10,- Euro + Versand 1 Euro

Dr. M. Schindera


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Fortbildungsangebote 2019

Wir danken dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration für die Förderung unserer Fortbildungen.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Diese Projekte werden aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

Unsere Helferschulungen 2019

Wie schon in 2018 kooperieren wir mit BiB, GLL, der Lebenshilfe München, der OBA evangelisch und dem Autismus Kompetenzzentrum Oberbayern, neu hinzugekommen als Kooperationspartner ist die Caritas. Das bedeutet, dass unsere Helfer an einigen der Seminare unserer Partner kostenlos teilnehmen können (siehe „Fortbildungsprogramm 2019“ der genannten Partner). Ebenfalls kostenlos für unsere Helfer ist das gemeinsame „Schulungsprogramm 2019“ von autkom und autismus Oberbayern e.V.

Falls Sie als Helfer unseres Helferdienstes mehr über unsere Kooperation wissen möchten, melden Sie sich bei Frau Pospiech, 0172 / 374 9111 oder helferdienst@autismus-oberbayern.de. Sie wird Ihnen weiterhelfen können.


Energiemanagement

Energie wie alle Ressourcen steht nur begrenzt zur Verfügung. Wir müssen jeden Tag dafür sorgen, dass sich unsere Energien erneuern, regenerieren. Menschen mit Autismus haben häufig ein Energieproblem. Sie werden schneller, manchmal schlagartig müde, weil sie im Alltag viel mehr bewältigen müssen als Menschen ohne Autismus: Wahrnehmungsreize verarbeiten und aushalten, soziale Situationen verstehen, meistern und ertragen, intensive Gefühle erleben und sie regulieren, Impulse steuern, Handlungen planen können – um einige Beispiele für die große Menge Energie beanspruchende Herausforderungen zu nennen. In diesem Seminar bekommen Sie einen Überblick über die vielschichtige Energieproblematik bei Autismus und werden einige Lösungsvorschläge kennenlernen für eine energiesparende bzw. Energieaufbauende Lebensweise.

Referentin: Susanne Maróthy
Datum/Uhrzeit: Di., 26.02.2019, 18.00-21:30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, kostenlos f. Mitglieder unseres Helferdienstes, des FeD autkom und für Helfer unserer Kooperationspartner
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Autismus und Prävention einer Depression

Depression ist eine der häufigsten psychischen Störungen, die bei einem autistischen Menschen auftreten kann. Wenn ein autistischer Mensch depressiv wird, wirken autismusspezifische Fördermaßnahmen wesentlich weniger als ohne Depression. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Depression chronisch wird, ist relativ groß. Deswegen ist die Prävention von hoher Bedeutung. An diesem Abend erfahren Sie die Symptome einer Depression, die Gründe, warum Depression oft Autismus begleitet und Sie werden über zahlreiche Möglichkeiten informiert, wie die Bezugspersonen von autistischen Menschen, darunter auch Helfer und Betreuer, sich im Alltag in der Prävention aktiv einbringen können.

Referentin: Susanne Maróthy
Datum: Di., 19.03.2019
Uhrzeit: 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: MEltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes, des FeD autkom und der Kooperationspartner kostenlos
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Erkennen von Mimik und Emotion bei autistischen Menschen

Das Erkennen von Mimik bereitet vielen autistischen Menschen auf unterschiedliche Art und Weise Schwierigkeiten: Programme, die das Einprägen von Gesichtsausdrücken und deren Deutungen ermöglichen, müssen an ein Förderprogramm gekoppelt werden, das nicht nur die äußeren, sichtbaren Merkmale der Mimik beibringt, sondern sich auch mit deren komplexem Inhalt – Gefühlen, Gedanken, Absichten und Wünschen – beschäftigt. Dazu gehört die Schulung wichtiger Fähigkeiten wie Gefühlserkennung, Gefühlsregulierung, Gefühlsmanagement aber auch Selbstkenntnis. Die Referentin stellt dieses faszinierende, vielschichtige Thema und das schon seit Jahren bei unterschiedlichen Altersgruppen von Menschen mit Autismus erfolgreich angewendete Programm zum Erkennen und Verstehen von Mimik und Gefühlen vor.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Di., 30.04.2019
Uhrzeit: 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, kostenlos für Mitgl. des Helferdienstes, des FeD autkom und für Helfer unserer Kooperationspartner
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Visuelle Variantenpläne

Leo tobt, schreit, kratzt und schlägt um sich; Lisa isst das Wurstbrot der Lehrerin auf; Kevin zieht sich zurück und weint; Moni beschimpft die Betreuerin; Frau May steht hungrig und tobend vor dem leeren Kühlschrank. Wir alle kennen diese und andere Register, die autistische Menschen ziehen, wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen. Oft erfahren wir dabei nicht einmal, was los ist. Den Betroffenen selbst ist es offensichtlich verwehrt, ein angemessenes Verhalten zu erlernen, um Wünsche zu äußern oder misslichen Situationen beizukommen. Die Folgen ihres Benehmens können sie nicht absehen. Und schon gar nicht, dass sie oft genug am Ziel vorbeischießen.

Visuelle Variantenpläne (VVP) veranschaulichen die Zusammenhänge. In Bildern und/oder schriftlich zeigt eine Bezugsperson eine bestimmte Situation auf und stellt zwei Verhaltensvarianten und dazu deren Ergebnisse einander gegenüber: das bisherige Gebaren und eine ganz neue Strategie, mit der sich das jeweilige Ziel viel besser erreichen lässt. Mit Hilfe solcher visuellen Pläne können Menschen mit Schwierigkeiten im sozialen Lernen und Bewältigen alltäglicher Abläufe die Umstände aus der Distanz heraus immer wieder und im eigenen Tempo betrachten und die verschiedenen Wege der Problemlösung abwägen. Verstehen sie erst das Gefüge, entscheiden sie sich fast immer für die annehmbare und vor allem wirkungsvolle Verhaltensvariante und erweitern so die Bandbreite ihrer Handlungsmöglichkeiten.

VVP sind also nicht nur ein Hilfsmittel, um problematisches Verhalten abzubauen, sondern vor allem ein Leitfaden und Anhaltspunkt für das, was man stattdessen tun kann.

Die Teilnehmer sollen einen Überblick bekommen, wie VVP aufgebaut werden, wirken und im Alltag eingesetzt werden können.

M. Lell

Referentin: Maria Lell
Datum: Do., 09.05.2019
Uhrzeit: 18.00-21.30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, kostenlos für Mitgl. des Helferdienstes, des FeD autkom und für Helfer unserer Kooperationspartner
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte

Mediensucht von Kindern und Jugendlichen mit Autismus

Mediensucht ist weit verbreitet. Erst in der jüngsten Zeit wird sie als Störung anerkannt. Sie tritt häufig als Begleitproblem bei Menschen mit Autismus auf mit ernsthaften negativen Auswirkungen für die Entwicklung, für das Verhalten und für den psychischen Zustand. Mit Sucht und speziell mit Mediensucht ist der Umgang für Eltern und Betroffenen sehr schwierig. In diesem Vortrag hören Sie über die speziellen Gründe von Mediensucht bei Menschen mit Autismus, über Möglichkeiten der Vorbeugung im Kindesalter und über die Therapieansätze bei bestehender Mediensucht von Menschen mit Autismus.

Referentin: Susanne Maróthy
Datum: Di., 29.01.2019
Uhrzeit: 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte, Menschen mit ASS
Kosten: 20 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Sprache und Kommunikation bei Menschen mit ASS, Teil I - Hintergründe und Ursachen

Wegen abweichender neurobiologischer Gegebenheiten haben es Menschen mit Autismus besonders schwer, die vielschichtigen Vorgänge bei der zwischenmenschlichen Verständigung zu durchschauen. Schwierigkeiten in der Kommunikation und im Umgang mit der Sprache gehören zu den zentralen, alle Ausprägungsformen verbindenden Kernkriterien des Autismus.

Die Bandbreite reicht von fehlender Sprache bis hin zu guter verbaler Ausdrucksfähigkeit:

Einige lernen das Sprechen gar nicht oder nur in Ansätzen. Andere können zwar sprechen, aber ihre Anliegen aber dennoch nicht kommunizieren. Manche drücken sich überaus gewählt aus, haben aber kein Gespür für Sprachkürzel, Ironie und bildhafte Sprache oder gar für die Regeln des zwischenmenschlichen Dialogs. Fast immer ist auch das Sprachverständnis betroffen.

An vier Abenden wollen wir die ursächlichen Zusammenhänge beleuchten und Hilfsmaßnahmen erarbeiten.

Teil I: Alle Auffälligkeiten gehen auf Abweichungen in Struktur, Vernetzung und Arbeitsweise des Gehirns zurück. Thema dieses Abends ist, wie sich die daraus entstehenden Dysfunktionen unmittelbar auf Lernvorgänge, das gesamte kommunikative Geschehen und die Entwicklung von Sprachkompetenz auswirken.

Referentin: Maria Lell
Datum: Do., 28.02.2019
Uhrzeit: 18.00-21.30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern und Fachleute, Angehörige und Interessierte, Menschen mit ASS
Kosten: 20 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 Punkte


Arbeitskreis TRANS-PIKS für Eltern und Fachleute, die TRANS-PIKS vermitteln

Vielleicht ergeht es Ihnen wie vielen anderen, die ihren Angehörigen oder Klienten die TRANS-PIKS-Methode als Kommunikationsweg und zur Kommunikations- und Sprachförderung nahebringen: nämlich dass im Laufe der Zeit Fragen und Situationen entstehen, die einer Lösung bedürfen. Bezugspersonen bringen vor allem dann das nötige Durchhaltevermögen auf, wenn sie über einen längeren Zeitraum hinweg ein Forum haben, um ihre Fragen zu besprechen und sich mit anderen auszutauschen. Solch eine Art von Supervision hat wiederum direkte Auswirkungen auf die kommunikative Aktivität der Probanden.

Der Arbeitskreis ermöglicht einen Austausch und bietet weiterführende Impulse für individuelle und allgemeine Fragestellungen. Er ist darüber hinaus eine Plattform, auf der die aktuellen Weiterentwicklungen von TRANS-PIKS vorgestellt werden.

Referentin: Maria Lell
Datum: Do., 07.03.2019
Uhrzeit: 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Fachleute und Eltern, die TRANS-PIKS vermitteln
Kosten: 30 € pro Person
Informationen, Anmeldung und Bezahlung: direkt bei Frau Lell, Tel.: 08024 / 92 160, E-Mail: maria(at)maria-lell.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 Punkte


Sprache und Kommunikation bei Menschen mit ASS, Teil II - Rahmenbedingungen und Schlüsselfunktionen

Wegen abweichender neurobiologischer Gegebenheiten haben es Menschen mit Autismus besonders schwer, die vielschichtigen Vorgänge bei der zwischenmenschlichen Verständigung zu durchschauen. Schwierigkeiten in der Kommunikation und im Umgang mit der Sprache gehören zu den zentralen, alle Ausprägungsformen verbindenden Kernkriterien des Autismus.

Die Bandbreite reicht von fehlender Sprache bis hin zu guter verbaler Ausdrucksfähigkeit:

Einige lernen das Sprechen gar nicht oder nur in Ansätzen. Andere können zwar sprechen, aber ihre Anliegen aber dennoch nicht kommunizieren. Manche drücken sich überaus gewählt aus, haben aber kein Gespür für Sprachkürzel, Ironie und bildhafte Sprache oder gar für die Regeln des zwischenmenschlichen Dialogs. Fast immer ist auch das Sprachverständnis betroffen.

An vier Abenden wollen wir die ursächlichen Zusammenhänge beleuchten und Hilfsmaßnahmen erarbeiten.

Teil I: siehe oben
Teil II: Auf der Basis des im ersten Teil erworbenen theoretischen Hintergrundwissens bekommen die Teilnehmer einen Überblick, mit welchen autismusspezifischen Rahmenbedingungen und Vermittlungstechniken sich Lernhürden überwinden lassen und auf welche Schlüsselfunktionen es beim Erlernen kommunikativer und sprachlicher Fähigkeiten ankommt.

Referentin: Maria Lell
Datum: Do., 28.03.2019
Uhrzeit: 18.00-21.30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern und Fachleute, Angehörige und Interessierte, Menschen mit ASS
Kosten: 20 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 Punkte


Einführung in das strukturierte Lernen nach dem TEACCH-Ansatz – eine Möglichkeit der Förderung von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung

Der Name TEACCH steht für „Treatment and Education of Autistic and related Communication handicappend Children”, (Behandlungs- und Bildungskonzept für autistische und in ähnlicher Weise kommunikationsbeeinträchtigte Kinder).
Das Ziel ist die größtmögliche Selbständigkeit und die Maximierung der Lebensqualität für Menschen mit Autismus. Das methodische Vorgehen im TEACCH-Ansatz basiert auf entwicklungspsychologischen und kognitiv-verhaltens-therapeutischen Konzepten. Strukturierte Hilfen fördern das Gefühl von Sicherheit und Kompetenz, denn man kann sich auf Situationen besser einstellen, wenn man versteht was passiert.

Im Seminar werden neben der Philosophie des TEACCH-Anatzes die grundliegenden Ziele einer Förderung und Begleitung von Menschen mit ASS dargelegt. Strukturierung von Raum, Zeit und Material und die Einbeziehung individueller Stärken und Interessen spielen dabei eine wesentliche Rolle.
Anhand von Materialien, Fotos und Videos aus der praktischen Arbeit, werden individuell entwickelte Hilfen vorgestellt.
In Arbeitsgruppen besteht die Möglichkeit, Zeitpläne zu gestalten, Raum- und Arbeits-Lernplätze zu planen oder Handlungsabläufe zu erstellen.
Für die Gruppenarbeit können folgende Materialien mitgebracht werden: Schuhschachteln, Kleber, Scheren, Kataloge, Buntstifte, Plastikbecher, „altes Spielmaterial“ (Perlen, Muggelsteine, Bildkarten etc.), Schnellhefter aus Karton ggf. selbstklebende Klettbänder.

W. Sachseder

Referentin: Waltraut Sachseder
Datum/Uhrzeit: 05.04.2019, 16.30.-19.00 Uhr, 06.04.2019, 10.00-16.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 100 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 9 Punkte


Sprache und Kommunikation bei Menschen mit ASS, Teil III – Förderung nichtsprechender Menschen mit ASS (nach diesem Teil empfiehlt sich die Anmeldung zu TRANS-PIKS)

Wegen abweichender neurobiologischer Gegebenheiten haben es Menschen mit Autismus besonders schwer, die vielschichtigen Vorgänge bei der zwischenmenschlichen Verständigung zu durchschauen. Schwierigkeiten in der Kommunikation und im Umgang mit der Sprache gehören zu den zentralen, alle Ausprägungsformen verbindenden Kernkriterien des Autismus.

Die Bandbreite reicht von fehlender Sprache bis hin zu guter verbaler Ausdrucksfähigkeit:

Einige lernen das Sprechen gar nicht oder nur in Ansätzen. Andere können zwar sprechen, aber ihre Anliegen aber dennoch nicht kommunizieren. Manche drücken sich überaus gewählt aus, haben aber kein Gespür für Sprachkürzel, Ironie und bildhafte Sprache oder gar für die Regeln des zwischenmenschlichen Dialogs. Fast immer ist auch das Sprachverständnis betroffen.

An vier Abenden wollen wir die ursächlichen Zusammenhänge beleuchten und Hilfsmaßnahmen erarbeiten.

Teil I und II: siehe oben
Teil III: Mit welchen Hilfsmitteln und Strategien der Bezugspersonen lassen sich unzureichendes Sprachverständnis kompensieren, zielgerichtete Kommunikation, Eigeninitiative, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und vielleicht sogar das Sprechenlernen ankurbeln? Es werden einige Methoden und Kniffe vorgestellt.

Referentin: Maria Lell
Datum: Do., 11.04.2019
Uhrzeit: 18.00-21.30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Personen, die die Kurse „Sprache und Kommunikation, Teil I und Teil II“ besucht haben
Kosten: 30 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 Punkte


TRANS-PIKS, Teil I

Seminarbeschreibung folgt im nächsten Rundbrief.

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Fr., 03.05.2019, 17.00-20.30 Uhr, Sa., 04.05.2019, 09.00-17.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 60 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 9 Punkte


Sprache und Kommunikation bei Menschen mit ASS, Teil IV - Förderung sprechender Menschen mit ASS

Einige lernen das Sprechen gar nicht oder nur in Ansätzen. Andere können zwar sprechen, aber ihre Anliegen aber dennoch nicht kommunizieren. Manche drücken sich überaus gewählt aus, haben aber kein Gespür für Sprachkürzel, Ironie und bildhafte Sprache oder gar für die Regeln des zwischenmenschlichen Dialogs. Fast immer ist auch das Sprachverständnis betroffen.

An vier Abenden wollen wir die ursächlichen Zusammenhänge beleuchten und Hilfsmaßnahmen erarbeiten.

Teil I, II und III: siehe oben
Teil IV: Autistische Menschen, die gut sprechen und sich oft sogar recht gewählt ausdrücken, haben ihre liebe Not mit den in unserer Alltagssprache gebräuchlichen Kürzeln, Redewendungen, bildhaften Ausdrücken, ironischen Äußerungen und Witzen. Auch ist es für sie schwer, all die ungeschriebenen Regeln und Normen intuitiv zu erlernen, die einer angenehmen, höflichen und reibungslosen zwischenmenschlichen Kommunikation zugrunde liegen.
Was können die Bezugspersonen tun, um Missverständnisse zu minimieren und den Betroffenen zu mehr pragmatischer Kompetenz zu verhelfen?

Referentin: Maria Lell
Datum: Do., 23.05.2019
Uhrzeit: 18.00-21.30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Personen, die die Kurse „Sprache und Kommunikation, Teil I und Teil II“ besucht haben
Kosten: 30 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 Punkte


Social Stories

Autistische Menschen haben Probleme, sich in der sozialen Welt zurechtzufinden. Der Grund dafür liegt in ihrer sozialen Wahrnehmung: Sie müssen mit speziellen Methoden lernen, soziale Signale und soziale Regeln zu erkennen und richtig zu deuten. Zu diesen Methoden gehören die sozialen Lerngeschichten („Social Storys“). Interessant ist dabei, dass soziale Lerngeschichten immer aktuell, persönlich passend zu einer konkreten autistischen Person geschrieben werden. Helfer und Betreuer können diese Methode leicht erlernen und in ihre Arbeit integrieren.

An diesem Abend werden Sie über die Besonderheiten der sozialen Wahrnehmung autistischer Menschen, sowie über das Schreiben und die Anwendungsmöglichkeiten von sozialen Lerngeschichten viel Interessantes und Praktisches erfahren. Je nach Entwicklungsstand eignet sich die Methode für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene im autistischen Spektrum.

Referentin: Maria Lell
Datum: Di., 28.05.2019
Uhrzeit: 16.00-19.00 Uhr
Ort: Sozialpädiatrisches Zentrum, Garmisch- Partenkirchen
Zielgruppe: Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte, Menschen mit ASS
Kosten: 20 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


TRANS-PIKS, Teil II

Seminarbeschreibung folgt im nächsten Rundbrief.

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Fr., 28.06.2019, 17.00-20.30 Uhr, Sa., 29.06.2019, 09.00-17.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 60 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 9 Punkte


Arbeitskreis TRANS-PIKS für Eltern und Fachleute, die TRANS-PIKS vermitteln

Vielleicht ergeht es Ihnen wie vielen anderen, die ihren Angehörigen oder Klienten die TRANS-PIKS-Methode als Kommunikationsweg und zur Kommunikations- und Sprachförderung nahebringen: nämlich dass im Laufe der Zeit Fragen und Situationen entstehen, die einer Lösung bedürfen. Bezugspersonen bringen vor allem dann das nötige Durchhaltevermögen auf, wenn sie über einen längeren Zeitraum hinweg ein Forum haben, um ihre Fragen zu besprechen und sich mit anderen auszutauschen. Solch eine Art von Supervision hat wiederum direkte Auswirkungen auf die kommunikative Aktivität der Probanden.

Der Arbeitskreis ermöglicht einen Austausch und bietet weiterführende Impulse für individuelle und allgemeine Fragestellungen. Er ist darüber hinaus eine Plattform, auf der die aktuellen Weiterentwicklungen von TRANS-PIKS vorgestellt werden.

Referentin: Maria Lell
Datum: Do., 11.10.2019
Uhrzeit: 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Fachleute und Eltern, die TRANS-PIKS vermitteln
Kosten: 30 € pro Person
Informationen, Anmeldung und Bezahlung: direkt bei Frau Lell, Tel.: 08024 / 92 160, E-Mail: maria(at)maria-lell.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 Punkte


Social Stories

Autistische Menschen haben Probleme, sich in der sozialen Welt zurechtzufinden. Der Grund dafür liegt in ihrer sozialen Wahrnehmung: Sie müssen mit speziellen Methoden lernen, soziale Signale und soziale Regeln zu erkennen und richtig zu deuten. Zu diesen Methoden gehören die sozialen Lerngeschichten („Social Storys“). Interessant ist dabei, dass soziale Lerngeschichten immer aktuell, persönlich passend zu einer konkreten autistischen Person geschrieben werden. Helfer und Betreuer können diese Methode leicht erlernen und in ihre Arbeit integrieren.

An diesem Abend werden Sie über die Besonderheiten der sozialen Wahrnehmung autistischer Menschen, sowie über das Schreiben und die Anwendungsmöglichkeiten von sozialen Lerngeschichten viel Interessantes und Praktisches erfahren. Je nach Entwicklungsstand eignet sich die Methode für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene im autistischen Spektrum.

Referentin: Susanne Maróthy
Datum: Di., 12.11.2019
Uhrzeit: 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte, Menschen mit ASS
Kosten: 20 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte


Visuelle Variantenpläne (Ganztagsschulung)

Eine Methode, die autistischen Menschen helfen kann, neue erfolgreiche Verhaltensweisen zu lernen, statt anzuecken.

Leo tobt, schreit, kratzt und schlägt um sich; Lisa isst das Wurstbrot der Lehrerin auf; Kevin zieht sich zurück und weint; Moni beschimpft die Betreuerin; Frau May steht hungrig und tobend vor dem leeren Kühlschrank. Wir alle kennen diese und andere Register, die autistische Menschen ziehen, wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen. Oft erfahren wir dabei nicht einmal, was los ist. Den Betroffenen selbst ist es offensichtlich verwehrt, ein angemessenes Verhalten zu erlernen, um Wünsche zu äußern oder misslichen Situationen beizukommen. Die Folgen ihres Benehmens können sie nicht absehen. Und schon gar nicht, dass sie oft genug am Ziel vorbeischießen.

Visuelle Variantenpläne (VVP) veranschaulichen die Zusammenhänge. In Bildern und/oder schriftlich zeigt eine Bezugsperson eine bestimmte Situation auf und stellt zwei Verhaltensvarianten und dazu deren Ergebnisse einander gegenüber: das bisherige Gebaren und eine ganz neue Strategie, mit der sich das jeweilige Ziel viel besser erreichen lässt. Mit Hilfe solcher visuellen Pläne können Menschen mit Schwierigkeiten im sozialen Lernen und Bewältigen alltäglicher Abläufe die Umstände aus der Distanz heraus immer wieder und im eigenen Tempo betrachten und die verschiedenen Wege der Problemlösung abwägen. Verstehen sie erst das Gefüge, entscheiden sie sich fast immer für die annehmbare und vor allem wirkungsvolle Verhaltensvariante und erweitern so die Bandbreite ihrer Handlungsmöglichkeiten.

VVP sind also nicht nur ein Hilfsmittel, um problematisches Verhalten abzubauen, sondern vor allem ein Leitfaden und Anhaltspunkt für das, was man stattdessen tun kann.

Die Teilnehmer sollen einen Überblick bekommen, wie VVP aufgebaut werden, wirken und im Alltag eingesetzt werden können.

M. Lell

Referentin: Maria Lell
Datum: Sa., 23.11.2019
Uhrzeit: 09.00-17.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 80 € pro Person
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 6 Punkte

Wir danken dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration für die Förderung unserer Fortbildungen.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Diese Projekte werden aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

Ludo Vande Kerckhove - ALL-AUTISMUS ® WEITERBILDUNG – FORTBILDUNG

Ludo Vande Kerckhove, bei uns durch mehrere Seminare bekannt, bietet ab 2019 in München eine Weiterbildungsreihe mit 7 Blöcken an:

"Autismus - ein Thema, das fasziniert und zugleich sehr viele Fragen aufwirft und an Grenzen führt. Kern eines guten Miteinanders ist das Verständnis der anderen Perspektive - für Menschen mit Autismus ein 'blinder Fleck', für uns in Bezug auf 'AUTISMUS' oft nicht weniger schwer.

ALL-Autismus (R) schult, den individuellen Menschen mit Autismus in seinem ganz spezifischen Funktionieren zu verstehen - und gezielt Orientierung, Förderung und Kommunikation darauf abzustimmen. Ziel ist es, den Alltag MIT diesen Menschen besser zu gestalten - Wissen über Autismus zu erringen ist nur der Weg dazu."

Bei Interesse an der Weiterbildungsreihe melden Sie sich bitte in unserem Büro mail@autismus-obberbayern.de, wir schicken Ihnen dann die ausführliche Ausschreibung dieser Weiterbildungsreihe zu.

Kosten: 300 Euro pro Kurs


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Informationen und Tipps

www.autismus-verstehen.de ist eine neue Webseite, die vom Verein "Autismus verstehen e.V." berichtet. Dieser Verein gibt ein Magazin heraus, das zweimal pro Jahr erscheint und überwiegend von autistischen Menschen gestaltet wird. Daraus ergibt sich natürlich auch, dass die Anliegen der gut sprechenden autistischen Erwachsenen den Schwerpunkt der Magazine bilden. Ein spannender Zugang zu Themen rund um das autistische Spektrum, das einen breiten Leserkreis verdient.

Dr. Nicosia Nieß


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