autismus Oberbayern, Vereinigung zur Förderung von autistischen Menschen

Unsere Seminare

Datum Titel
25. März 2017 u. 20. Mai 2017 iPad-Workshops mit der GoTalk NOW-App: Einführung und Aufbau
28. März 2017 Wahrnehmung autistischer Menschen
06. April 2017 Arbeitskreis TRANS-PIKS - für Eltern und Fachleute, die TRANS-PIKS vermitteln
22. Mai 2017 Jeder ist seines Glückes Schmied – die Geschwister autistischer Kinder im Mittelpunkt
11. Mai 2017 Visuelle Variantenpläne
20. Juni 2017 Erkennen und Verstehen von Mimik und Gefühlen bei autistischen Menschen
24. Juni 2017 Tagesworkshop „Just do it!“
04. Juli 2017 Mediensucht von Kindern und Jugendlichen mit Autismus
August 2017 Familienfortbildungen
23. September 2017 TRANS-PIKS Refresher und Update - Wie war das nochmal und was ist neu?
30. September 2017 TRANS-PIKS Aufbaukurs
10. Oktober 2017 Autismus und Prävention von Depression
20. Oktober 2017 Sexualität und Autismus
14. November 2017 Social Stories
17./18. November 2017 Einführung in das strukturierte Lernen nach dem TEACCH-Ansatz
25. November 2017 Visuelle Variantenpläne


So können Sie sich für ein Seminar anmelden:

Wenn Sie sich für ein Seminar oder eine Fortbildung anmelden möchten, so laden Sie sich bitte folgendes Anmeldeformular herunter: Link zum Anmeldeformular

Füllen Sie das Anmeldeformular bitte vollständig aus und schicken Sie es uns an unser Büro, wahlweise per Post an "autismus Oberbayern e.V., Poccistraße 5, 80336 München", per FAX an 089 / 74 65 41 95 oder per Mail an seminare@autismus-oberbayern.de

Bitte beachten Sie, dass Sie erst verbindlich angemeldet sind, wenn der Teilnehmerbeitrag auf unser Konto eingegangen ist.
Sie erhalten für Ihre Teilnahme selbstverständlich eine Teilnahmebestätigung, auf der auch die Höhe des Teilnehmerbetrages und der Zahlungseingang vermerkt ist.

Wenn Sie Fragen zu unseren Seminaren haben, können Sie unsere Seminarorganisatorin Frau Pospiech gerne anrufen: Telefonnummer 0172 / 374 9111.

Wir freuen uns auf Sie!


Unsere Seminare und Helferschulungen werden in Kooperation mit dem Autismuskompetenzzentrum Oberbayern durchgeführt.


iPad-Workshops mit der GoTalk NOW-App: Einführung und Aufbau

Kommunikation ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Einige Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Autismus-Spektrum-Störung sprechen nicht oder nicht ausreichend und sind daher auf alternative Formen der Kommunikation angewiesen. In den letzten Jahren löst das iPad schwere und komplizierte Sprachgeräte und Talker mehr und mehr ab.

Eine äußerst vielseitige App ist „GoTalk NOW“. Egal ob komplexe Kommunikationsoberflächen, Tagebücher, Social Stories oder Lernspiele – mit „GoTalk NOW“ lassen sich im Handumdrehen Seiten und interaktive Bücher für jeden erdenklichen Anlass erstellen. Im Einführungs-Workshop wollen wir die App „GoTalk NOW“ kennenlernen, gemeinsam erste Seiten erstellen und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten mit Blick auf die jeweiligen Nutzerinnen und Nutzer betrachten. Grundkenntnisse im Umgang mit den Geräten sollten vorhanden sein. Im zweiten Teil bauen wir darauf auf und lernen weitere Ideen und ihre Umsetzung kennen.

Dank einer Spende der BARMER verfügt unser Verein über einige iPads zum praktischen Ausprobieren; bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie ein eigenes Gerät mit der App GoTalk NOW mitbringen können.

C. Nagy

Referentin: Sandra Dengler
Datum: Einführung: Sa., 25. März 2017, 10.00-14.00 Uhr, Aufbau: Sa., 20. Mai 2017, 10.00 – 14.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 1. Stock, 80336 München
Zielgruppe: Eltern und Fachleute
Kosten: 40 € pro Person je Workshoptag, ein zweites teilnehmendes Elternteil sowie Mitglieder des Helferdienstes zahlen 20 €.
Mitarbeiter unseres Helferdienstes können für die Fortbildung 2x 3 Fortbildungspunkte bekommen.

Wahrnehmung autistischer Menschen – Unser Beitrag zum Weltautismustag!

Die Wahrnehmung autistischer Menschen unterscheidet sich gravierend von der Wahrnehmung neurotypischer Menschen. Die Diskussion über die jeweils eigene Wahrnehmung kann helfen, Missverständnisse über das, was „man“ beim anderen voraussetzt zu verringern. Je besser sich die betroffenen Menschen und ihre Gesprächspartner austauschen, desto besser kann auch die jeweilige Perspektivenübernahme („theory of mind“) gelingen.

Referenten: Dr. Nicosia Nieß, Susanne Nieß (Betroffene)
Datum: Di., 28.03.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Interessierte und Fachleute
Kosten: 20 Euro pro Person
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte

Arbeitskreis TRANS-PIKS - für Eltern und Fachleute, die TRANS-PIKS vermitteln

Vielleicht ergeht es Ihnen wie vielen anderen, die ihren Angehörigen oder Klienten die TRANS-PIKS-Methode als Kommunikationsweg und zur Kommunikations- und Sprachförderung nahebringen: nämlich dass im Laufe der Zeit Fragen und Situationen entstehen, die einer Lösung bedürfen. Bezugspersonen bringen vor allem dann das nötige Durchhaltevermögen auf, wenn sie über einen längeren Zeitraum hinweg ein Forum haben, um ihre Fragen zu besprechen und sich mit anderen auszutauschen. Solch eine Art von Supervision hat wiederum direkte Auswirkungen auf die kommunikative Aktivität der Probanden.
Der Arbeitskreis ermöglicht einen Austausch und bietet weiterführende Impulse für individuelle und allgemeine Fragestellungen. Er ist darüber hinaus eine Plattform, auf der die aktuellen Weiterentwicklungen von TRANS-PIKS vorgestellt werden.

Referentin: Maria Lell, Logopädin und Klinische Lerntherapeutin
Datum: Do., 06.04.2017
Uhrzeit: 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Fachleute und Eltern, die TRANS-PIKS vermitteln
Kosten: 30 € pro Person
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 Punkte

Jeder ist seines Glückes Schmied – die Geschwister autistischer Kinder im Mittelpunkt

Für die Geschwister autistischer Kinder ist es besonders wichtig, Gelassenheit, Selbstvertrauen und Kommunikationsfertigkeiten zu entwickeln. Wut-weg-Übungen, Glücksregeln, Bedürfnisposter, Rollenspiele und Selbstmotivations-Techniken können den Geschwisterkindern den Alltag erleichtern. Bei diesem Workshop werden praktische Übungen gemacht.

Referent: Gernot Wührer, Dipl.-Psych. Päd. M.A. (Sozialtrainer, Seminarleiter für Geschwister)
Datum: 22.05.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Geschwister, Eltern, Fachleute und Interessierte
Kosten: 20 Euro pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte

Visuelle Variantenpläne

Eine Methode, die autistischen Menschen helfen kann, neue erfolgreiche Verhaltensweisen zu lernen, statt anzuecken.

Leo tobt, schreit, kratzt und schlägt um sich; Lisa isst das Wurstbrot der Lehrerin auf; Kevin zieht sich zurück und weint; Moni beschimpft die Betreuerin; Frau May steht hungrig und tobend vor dem leeren Kühlschrank. Wir alle kennen diese und andere Register, die autistische Menschen ziehen, wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen. Oft erfahren wir dabei nicht einmal, was los ist. Den Betroffenen selbst ist es offensichtlich verwehrt, ein angemessenes Verhalten zu erlernen, um Wünsche zu äußern oder misslichen Situationen beizukommen. Die Folgen ihres Benehmens können sie nicht absehen. Und schon gar nicht, dass sie oft genug am Ziel vorbeischießen.

Visuelle Variantenpläne (VVP) veranschaulichen die Zusammenhänge. In Bildern und/oder schriftlich zeigt eine Bezugsperson eine bestimmte Situation auf und stellt zwei Verhaltensvarianten und dazu deren Ergebnisse einander gegenüber: das bisherige Gebaren und eine ganz neue Strategie, mit der sich das jeweilige Ziel viel besser erreichen lässt. Mit Hilfe solcher visuellen Pläne können Menschen mit Schwierigkeiten im sozialen Lernen und Bewältigen alltäglicher Abläufe die Umstände aus der Distanz heraus immer wieder und im eigenen Tempo betrachten und die verschiedenen Wege der Problemlösung abwägen. Verstehen sie erst das Gefüge, entscheiden sie sich fast immer für die annehmbare und vor allem wirkungsvolle Verhaltensvariante und erweitern so die Bandbreite ihrer Handlungsmöglichkeiten.

VVP sind also nicht nur ein Hilfsmittel, um problematisches Verhalten abzubauen, sondern vor allem ein Leitfaden und Anhaltspunkt für das, was man stattdessen tun kann.
Die Teilnehmer sollen einen Überblick bekommen, wie VVP aufgebaut werden, wirken und im Alltag eingesetzt werden können.

Am Sa, 25.11.17, bieten wir einen ganztägigen, praxisorientierten Workshop an, bei dem die Einsatzmöglichkeiten von VVP im Alltag herausgearbeitet werden.

M. Lell

Referentin: Maria Lell (Logopädin, Klinische Lerntherapeutin)
Datum: Do., 11.05.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern und Fachleute, Angehörige und Interessierte
Kosten: 20 Euro pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte

Erkennen und Verstehen von Mimik und Gefühlen bei autistischen Menschen

Das Erkennen von Mimik bereitet vielen autistischen Menschen auf unterschiedliche Art und Weise Schwierigkeiten: Programme, die das Einprägen von Gesichtsausdrücken und deren Deutungen ermöglichen, müssen an ein Förderprogramm gekoppelt werden, das nicht nur die äußeren, sichtbaren Merkmale der Mimik beibringt, sondern sich auch mit deren komplexem Inhalt – Gefühlen, Gedanken, Absichten und Wünschen – beschäftigt. Dazu gehört die Schulung wichtiger Fähigkeiten wie Gefühlserkennung, Gefühlsregulierung, Gefühlsmanagement aber auch Selbstkenntnis. Die Referentin stellt dieses faszinierende, vielschichtige Thema und das schon seit Jahren bei unterschiedlichen Altersgruppen von Menschen mit Autismus erfolgreich angewendete Programm zum Erkennen und Verstehen von Mimik und Gefühlen vor.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Di., 20.06.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern und Fachleute
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte

Tagesworkshop: „Just do it!“

Der schwierige erste Schritt: Handlungsfähigkeit fördern bei Menschen mit Autismus. Der Kampf gegen chronische Aufschieberei (Prokrastination)

Menschen mit Autismus kennen das Problem mit Aufgaben, die zu spät oder nie erledigt werden: nicht geschriebene Hausaufgaben und Referate, nie abgeschickte Bewerbungsunterlagen, nie erledigte Telefonate für einen Praktikumsplatz u.v.a. Sie kennen das Problem, dass eine wichtige Idee, ein guter Plan nicht in die Tat umgesetzt wird? Die Folgen sind häufig schwerwiegend: schulisch, beruflich aber auch psychisch, unter anderem für den eigenen Selbstwert.
Lange Zeit wurde therapeutisch nur ein Teilaspekt, die Handlungsplanung gefördert. Diese Fortbildung beleuchtet das Problem von neuen Seiten, beschreibt die Komplexität der Zusammenhänge von sozialen-kommunikativen Fähigkeiten, psychischen Problemen (Depressionen, Ängsten, Zwängen, Sucht), Kontexterkennen, Entscheidungsfähigkeit und chro-nischem Energiemangel von Menschen mit Autismus mit ihrer mangelnden Handlungsfähigkeit. Wege zur Förderung werden in vielen Bereichen wie Sinnerkennung, Willenskraft, Antrieb, Motivation, Handlungsplanung, Energiemanagement aufgezeigt.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Sa., 24.06.2017
Uhrzeit: 10.00-16.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern und Fachleute
Kosten: 70 Euro pro Person
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 6 Punkte

Mediensucht von Kindern und Jugendlichen mit Autismus

Mediensucht ist weit verbreitet. Erst in der jüngsten Zeit wird sie als Störung anerkannt. Sie tritt häufig als Begleitproblem bei Menschen mit Autismus auf mit ernsthaften negativen Auswirkungen für die Entwicklung, für das Verhalten und für den psychischen Zustand. Mit Sucht und speziell mit Mediensucht ist der Umgang für Eltern und Betroffenen sehr schwierig. In diesem Vortrag hören Sie über die speziellen Gründe von Mediensucht bei Menschen mit Autismus, über Möglichkeiten der Vorbeugung im Kindesalter und über die Therapieansätze bei bestehender Mediensucht von Menschen mit Autismus.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Di., 04.07.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte

Familienfortbildungen

Dieses Jahr werden wir beide Wochen unserer Familienfortbildung im August im Feriendorf Sattelbogen anbieten:

Ein Eigenanteil von ca. 350 Euro pro Woche und Familie ist zu leisten, der nach der Reise in Rechnung gestellt wird.

Die geplante dritte Woche haben wir mit der zweiten Woche zusammengelegt und die geplante dritte Woche leider abgesagt.

In der zweiten Woche werden wir deshalb zwei Themen anbieten, von denen man sich wahlweise eines frei aussuchen kann oder auch die Fortbildungen zu beiden Themen besuchen kann.

Weitere Informationen und Anmeldeformulare erhalten Sie von Frau Merz, Mail: alexandra.merz@autismus-oberbayern.de


Überblick der Wochen

Woche Zeitraum Thema Referent(en)
1. Woche 19.08. - 26.08.2017 Erziehung auf Grundlage der Verhaltenstherapie Fr. Denise Schäffer, Fr. Elke Lautner
2. Woche 26.08. - 02.09.2017 Depressionsprävention, überblick über sozialrechtliche Themen Frau Marothy, Frau Dr. Nieß
3. Woche 02.09. - 09.09.2017 Abgesagt - es besteht die Möglichkeit, dafür in der zweiten Woche mitzufahren

1. Woche, Thema: "Erziehung auf Grundlage der Verhaltenstherapie"
Referentinnen: Frau Schäffer, Frau Lautner

Kindern mit Autismus brauchen, unter anderem auf Grund ihrer unterschiedlichen Wahrnehmung, eine andere Erziehung als nicht autistische Kinder.

In unserer Woche wird den Eltern, auf verhaltenstherapeutischer Grundlage erklärt, worin die Unterschiede bestehen.
Das Sozialverhalten und die Kommunikationsfähigkeit autistischer Menschen unterscheidet sich oft sehr von dem nichtautistischer Menschen. Hier gilt es ein gegenseitiges Verständnis aufzubauen. Erst wenn erkannt wird warum ein Kind ein bestimmtes Verhalten zeigt, kann eine sinnvolle pädagogische Maßnahme geplant werden, um dieses Verhalten abzubauen, zu akzeptieren bzw. durch angemesseneres Verhalten zu ersetzen. Es wird an den zahlreichen konkreten Situationen der Familien gearbeitet.
An einem Vormittag bieten wir einen sogenannten Autismuswahrnehmungs-Parcour an. Hier können die Eltern "am eigenen Leib" Erfahrungen machen, wie es ist, wenn man Reizüberflutung erlebt oder nicht versteht, was der andere möchte.

Wir werden uns damit befassen, warum Ferien und Freizeiten oft schwierig sind. Erklärungen, Gestaltungshilfen und Material werden von uns angeboten.
Wir freuen uns schon sehr, mit Ihnen und Ihrem Kind eine lehrreiche und erholsame Woche zu verbringen!

Elke Lautner / Erzieherin, Denise Schäffer / Heilpädagogin


2. Woche, Themen: "Depressionsprävention - Wie stärken wir unsere Kinder?" und "überblick über sozialrechtliche Themen, die für Menschen mit ASS wichtig sind"
Referenten: Frau Marothy, Frau Dr. Nieß

Depression ist eine der häufigsten psychischen Störungen, die bei einem autistischen Menschen auftreten kann. Wenn ein autistischer Mensch depressiv wird, wirken autismusspezifische Fördermaßnahmen wesentlich weniger als ohne Depression. Deswegen ist die Prävention von hoher Bedeutung: die Fähgikeit, Krisen zu bewältigen und sie als Entwicklungspotential zu nutzen, positive Psychologie, Schutzfaktoren und Problemlösemodelle ("Ich schaffs!") sind einige der Themen, die in der Fortbildungswoche besprochen werden.

Für Interessierte zu sozialrechtlichen Themen besteht die Möglichkeit, die zweite Woche zu buchen. Frau Dr. Nieß wird in dieser Woche mitfahren und den interessierten Familien alles über die wichtigen sozialtrechtlichen Themen erklären.

TRANS-PIKS Refresher und Update - Wie war das nochmal und was ist neu?

Ein Kurs für Wiedereinsteiger und Aktive, die die Teilschritte der Methode noch einmal durchgehen oder Fragen und Unsicherheiten klären möchten und neugierig auf die vielen Weiterentwicklungen von TRANS-PIKS sind.

Referentin: Maria Lell, Logopädin und Klinische Lerntherapeutin
Datum: Sa., 23.09.2017
Uhrzeit: 09.00-17.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Personen, die schon einmal einen TRANS-PIKS-Grundkurs absolviert haben
Kosten: bitte bei uns erfragen
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 6 Punkte

TRANS-PIKS Aufbaukurs

Im Aufbaukurs sollen die weiterführenden sprachtherapeutisch fundierten Maßnahmen (Stufe VII) hinsichtlich Sprechen und Aussprache, Wortschatz, Satzbau, Pragmatik (Gebrauch der Sprache) und Erzählen vermittelt werden. Die Kursteilnehmer lernen Möglichkeiten kennen, wie sie TRANS-PIKS im Alltag zuhause, in Kindergarten, Schule und HPT anwenden können (Stufe VIII).
Außerdem werden noch andere Themen rund um TRANS-PIKS wie der Übergang zu Sprache und Sprachausgabegerät, weitere Vermittlungstechniken und das Erstellen eines Ich-Buches thematisiert.

Referentin: Maria Lell, Logopädin und Klinische Lerntherapeutin
Datum: Sa., 30.09.2017
Uhrzeit: 09.00-17.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Personen, die schon einmal einen TRANS-PIKS-Grundkurs absolviert haben (wenn schon länger zurückliegend, dann mit Refresher-Kurs, s. oben)
Kosten: bitte bei uns erfragen
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 6 Punkte

Autismus und Prävention von Depression

Depression ist eine der häufigsten psychischen Störungen, die bei einem autistischen Menschen auftreten kann. Wenn ein autistischer Mensch depressiv wird, wirken autismusspezifische Fördermaßnahmen wesentlich weniger als ohne Depression. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Depression chronisch wird, ist relativ groß. Deswegen ist die Prävention von hoher Bedeutung. An diesem Abend erfahren Sie die Symptome einer Depression, die Gründe, warum Depression oft Autismus begleitet und Sie werden über zahlreiche Möglichkeiten informiert, wie die Bezugspersonen von autistischen Menschen, darunter auch Helfer und Betreuer, sich im Alltag in der Prävention aktiv einbringen können.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Di., 10.10.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte

Sexualität und Autismus

Die menschliche Sexualität ist so vielfältig und individuell wie jeder einzelne Mensch selbst. Genauso individuell sind auch die Herausforderungen, vor die uns dieses Thema stellt. Sowohl als Angehöriger, als auch als Fachkraft oder Mitarbeiter in einer Einrichtung bestehen viele Unsicherheiten in Bezug auf das Thema. In diesem Seminar sollen Sie erfahren, was die eigene Sexualität mit derer der anderen zu tun hat. Sie sollen ein Verständnis für Verhaltensweisen erreichen, die Ihnen in Bezug auf das Thema Sexualität Ängste nehmen und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Ebenso klären wir, welche Besonderheiten des sexuellen Ausdrucks Menschen mit ASS haben (können). Bitte geben Sie gerne Erwartungen an die Fortbildung sowie konkrete Fragestellungen zum Thema bei der Anmeldung an.

Referentin: Sandra Ilgner (Dipl. Sozialpäd., Sexualpädagogin – ISP zertifizert)
Datum: Fr., 20.10.2017
Uhrzeit: 16.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 Punkte

Social Stories

Autistische Menschen haben Probleme, sich in der sozialen Welt zurechtzufinden. Der Grund dafür liegt in ihrer sozialen Wahrnehmung: Sie müssen mit speziellen Methoden lernen, soziale Signale und soziale Regeln zu erkennen und richtig zu deuten. Zu diesen Methoden gehören die sozialen Lerngeschichten („Social Storys“). Interessant ist dabei, dass soziale Lerngeschichten immer aktuell, persönlich passend zu einer konkreten autistischen Person geschrieben werden. Helfer, Betreuer können diese Methode leicht erlernen und in ihre Arbeit integrieren.
An diesem Abend werden Sie über die Besonderheiten der sozialen Wahrnehmung autistischer Menschen, sowie über das Schreiben und die Anwendungsmöglichkeiten von sozialen Lerngeschichten viel Interessantes und Praktisches erfahren.
Je nach Entwicklungsstand eignet sich die Methode für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene im autistischen Spektrum.

Referentin: Susanne Maróthy (Lehrerin und Therapeutin f. Psychotherapie HPG, arbeitet in eigener Praxis mit autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
Datum: Di., 14.11.2017
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom kostenlos
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 Punkte

Einführung in das strukturierte Lernen nach dem TEACCH-Ansatz – eine Möglichkeit der Förderung von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung

Der Name TEACCH steht für "Treatment and Education of Autistic and related Communication handicappend Children", (Behandlungs- und Bildungskonzept für autistische und in ähnlicher Weise kommunikationsbeeinträchtigte Kinder).

Das Ziel ist die größtmögliche Selbständigkeit und die Maximierung der Lebensqualität für Menschen mit Autismus. Das methodische Vorgehen im TEACCH-Ansatz basiert auf entwicklungspsychologischen und kognitiv-verhaltens-therapeutischen Konzepten. Strukturierte Hilfen fördern das Gefühl von Sicherheit und Kompetenz, denn man kann sich auf Situationen besser einstellen, wenn man versteht was passiert.

Im Seminar werden neben der Philosophie des TEACCH-Anatzes die grundliegenden Ziele einer Förderung und Begleitung von Menschen mit ASS dargelegt. Strukturierung von Raum, Zeit und Material und die Einbeziehung individueller Stärken und Interessen spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Anhand von Materialien, Fotos und Videos aus der praktischen Arbeit, werden individuell entwickelte Hilfen vorgestellt.
In Arbeitsgruppen besteht die Möglichkeit, Zeitpläne zu gestalten, Raum- und Arbeits-Lernplätze zu planen oder Handlungsabläufe zu erstellen.

Für die Gruppenarbeit können folgende Materialien mitgebracht werden: Schuhschachteln, Kleber, Scheren, Kataloge, Buntstifte, Plastikbecher, "altes Spielmaterial" (Perlen, Muggelsteine, Bildkarten etc.), Schnellhefter aus Karton ggf. selbstklebende Klettbänder.

W. Sachseder

Referentin: Waltraud Sachseder
Datum/Uhrzeit: Fr., 17.11.2017, 16.30-19.30 Uhr, Sa., 18.11.2017, 10.00-16.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 1. Stock, 80336 München
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte Kosten: 100 Euro, 40 Euro für Mitgl. des Helferdienstes, des FeD autkom und für Helfer unserer Kooperationspartner*
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 10 FP

Visuelle Variantenpläne

Eine Methode, die autistischen Menschen helfen kann, neue erfolgreiche Verhaltensweisen zu lernen, statt anzuecken.

Leo tobt, schreit, kratzt und schlägt um sich; Lisa isst das Wurstbrot der Lehrerin auf; Kevin zieht sich zurück und weint; Moni beschimpft die Betreuerin; Peter reißt sich ständig die Mütze vom Kopf. Wir alle kennen diese und andere Register, die autistische Menschen ziehen, wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen. Oft erfahren wir dabei nicht einmal, was los ist. Die Betroffenen selbst können offensichtlich nicht ohne Weiteres lernen, ihre Wünsche zu äußern, ihr Verhalten an die jeweiligen Erfordernisse anzupassen oder misslichen Situationen beizukommen. Die Folgen ihres Benehmens können sie nicht absehen. Und schon gar nicht, dass sie am Ziel vorbeischießen.

Visuelle Variantenpläne veranschaulichen die Zusammenhänge. In Bildern und/oder schriftlich zeigt eine Bezugsperson eine bestimmte Situation auf und stellt zwei Verhaltensvarianten und dazu deren Ergebnisse einander gegenüber: das bisherige Gebaren und eine ganz neue Strategie, mit der sich das jeweilige Ziel viel besser erreichen lässt. Mit Hilfe solcher visuellen Pläne können Menschen mit Schwierigkeiten im sozialen Lernen die Umstände aus der Distanz heraus immer wieder und im eigenen Tempo betrachten und die verschiedenen Wege der Problemlösung abwägen. Verstehen sie erst das Gefüge, entscheiden sie sich fast immer für die annehmbare und vor allem wirkungsvolle Verhaltensvariante und erweitern so die Bandbreite ihrer Handlungsmöglichkeiten.

Visuelle Variantenpläne sind also nicht nur ein Hilfsmittel, um problematisches Verhalten abzubauen, sondern vor allem ein Leitfaden und Anhaltspunkt für das, was man stattdessen tun kann.

In diesem ganztägigen Workshop werden wir tiefer gehend herausarbeiten, nach welchen Prinzipien Visuelle Variantenpläne aufgebaut und im Alltag eingesetzt werden. Mit Hilfe von Leitlinien wird an einigen allgemeineren Beispielen eingeübt, Visuelle Variantenpläne zu erstellen und anzuwenden. Die Teilnehmer haben auch Gelegenheit, die Konstellationen rund um die schwierigen Verhaltensweisen ihrer eigenen Kinder oder Klienten zu analysieren und im Team nach individuellen Lösungen für wirkungsvolle Visuelle Variantenpläne zu suchen.

Die Teilnehmer sollen einen überblick bekommen, wie VVP aufgebaut werden, wirken und im Alltag eingesetzt werden können.

M. Lell

Referentin: Maria Lell (Logopädin, Klinische Lerntherapeutin)
Datum/Uhrzeit: Sa., 25.11.2017, 9.00-17.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 1. Stock, 80336 München
Zielgruppe: Eltern und Fachleute, Angehörige und Interessierte
Kosten: 70 Euro pro Person, für Mitgl. des Helferdienstes, des FeD autkom und für Helfer unserer Kooperationspartner*
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dazu unser Anmeldeformular
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 6 FP


Wir danken dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration für die Förderung unserer Fortbildungen.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Diese Projekte werden aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

*Die Fortbildungen und Helferschulungen werden in Kooperation mit unseren Kooperationspartnern (autkom, OBA-evangelisch in der Region München, OBA-Lebenshilfe, GLL, BiB) durchgeführt