autismus Oberbayern, Vereinigung zur Förderung von autistischen Menschen

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Aus dem Verein

Helferstammtisch

Helfer von autismus Oberbayern e.V. oder Personen, die in unseren Helferdienst einsteigen möchten, haben bei unserem Helferstammtisch die Gelegenheit, sich in gemütlicher Runde kennenzulernen und auszutauschen. Die Leiterin des Helferdienstes, Sylvia Pospiech, wird den anwesenden Helfern außerdem alle Fragen zum Thema Autismus-Spektrum-Störungen und Ihrer Tätigkeit als Helfer beantworten.

Datum: Do., 15.03.2018
Uhrzeit: 18.00-20.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Helfer unseres Helferdienstes
Anmeldung bei Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, helferdienst@autismus-oberbayern.de


Elterntreffen in München Innenstadt und Freising

Um die Themen und Bedürfnisse der Eltern besser besprechen zu können, werden die Treffen in München Innenstadt und Freising künftig getrennt in zwei Altersgruppen der Kinder stattfinden. Eine Gruppe soll für Angehörige von Kinder mit relativ junger Diagnose und Schulkinder, die zweite Gruppe soll für Angehörige von jugendlichen und erwachsenen Autisten*Innen sein.

Die nächsten Termine in München:
28. Februar 2018 für Angehörige von Klein- und Schulkindern,
21. März 2018 für Angehörige von jugendlichen/erwachsenen Kindern,
jeweils ab 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Hotterstraße 18, 80331 München (ehemaliges Gasthaus Hundskugel)

Die nächsten Termine für Freising:
7. März 2018 für Angehörige von Klein- und Schulkindern,
14. März 2018 für Angehörige von jugendlichen/erwachsenen Kindern
Veranstaltungsort: Gasthaus „Alter Wirt“, Langenbach

Um Anmeldung bei Wolfgang Müller per E-Mail (wolfgang.mueller@autismus-oberbayern.de) oder Anruf (0172 / 370 52 08) wird gebeten.

W. Müller


Erstkommunion

Autismus Oberbayern freut sich über ein ganz spezielles Angebot für unsere autistischen Kinder:

Der Pfarrverband Fürstenfeld lädt herzlich zur Vorbereitung und zum Empfang zur Heiligen Kommunion ein. "Sakramente sind Zeichen der Liebe Gottes an uns Menschen, Zeichen seiner großherzigen Liebe. Wir wollen Ihrem Kind diese Liebe Gottes nahebringen und spürbar werden lassen."
Dies findet im geschützten Rahmen ausschließlich für Kinder mit geistiger Behinderung und Autismus statt.

Angedacht sind einige ganzheitliche Gruppenstunden zur Vorbereitung auf den Empfang der Erstkommunion.
Im kleinen Kreis wird mit Ihrem Kind, der Familie und Verwandten das Sakrament der Heiligen Kommunion als besonderes Fest in einer Kirche im Pfarrverband am 10.06.2018 gefeiert.

Wenn dies Ihnen für Ihr Kind ein Anliegen ist, dann wenden Sie sich bitte an Frau Rückert unter der Mail-Adresse verena.rueckert@autismus-oberbayern.de

V. Rückert


Therapeutisches Reiten für Erwachsene – Schnupperangebot des Freundeskreises

Erwachsene Menschen mit Autismus müssen im Alltag viele Schwierigkeiten bewältigen. Da können Angebote helfen, bei denen man wieder "auftanken" und ein positives Selbstbild entwickeln kann. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass therapeutisches Reiten bei erwachsenen Menschen mit ASS diese sehr wohltuende Wirkung haben kann. Leider wird jedoch solch eine Therapieform bisher kaum jemals von den Krankenkassen übernommen.

Um auch Erwachsenen aus unserem Verein die Möglichkeit zu geben, therapeutisches Reiten für sich auszuprobieren, ohne gleich den vollen Preis zahlen zu müssen, hat der Freundeskreis für eine begrenzte Zahl von Interessenten folgendes Angebot entwickelt:
Sie können in zwei Schnupperstunden (je 60 Minuten, Einzelanleitung) zum ermäßigten Preis von je 35 statt 70 Euro das therapeutische Reiten im Osten von München kennen lernen.

Nähere Einzelheiten zum Reiterhof und der Therapeutin Frau Goßmann finden Sie im Internet auf
http://www.foerderung-mit-pferden.de

Interessenten melden sich bitte beim Freundeskreis: Christiane Nagy, chrinagy@t-online.de

C. Nagy


Abfrage: Selbstverteidigungskurs für autistische Mädchen und Frauen

Die Fachstelle für Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Wildwasser München e.V., hat sich bereit erklärt, einen Selbstverteidigungskurs für autistische Mädchen und Frauen zu halten.

Da wir so einen Kurs sehr gerne organisieren würden, möchten wir alle Interessenten bitten, sich bei uns im Büro bei Frau Niggemann zu melden, Tel. 089 / 74 65 41 94, mail@autismus-oberbayern.de.

Bei genügend Interessenten könnte ein solcher Kurs geplant und angeboten werden.

A. Merz


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Freizeit- und Ferienangebote

Freizeittreff für sprechende Autisten

An der Freizeitgruppe können selbständige Menschen mit Besonderheiten aus dem Autismus-Spektrum ab 18 Jahren teilnehmen.
Wir treffen uns einmal im Monat an einem Samstag (meist von 14 bis 17 Uhr) und unternehmen etwas zusammen, wie z.B. einen Ausflug, einen Museumsbesuch, Bowling, kehren ein und haben eine schöne Zeit.

Aspietreff Samstagstermine in 2018:
10.März, 21. April, 05. Mai, 16. Juni, 14. Juli, Sommerpause, 22. September, 20. Oktober, 17. November, 15. Dezember

Wer zum ersten Mal dabei sein möchte und/oder wer noch nicht im E-Mail Verteiler oder auf der Adress- bzw. Telefonliste ist, bitte zuvor anmelden, da die Uhrzeit, je nach geplanter Aktivität, unterschiedlich sein kann.

Kontakt: Michaela Zimmermann (Dipl. Soz. Univ.)
Mobil: 0176-84031120
E-Mail: zimmermann.michaela@gmx.de

M. Zimmermann


U-Bahn-Club

Der U-Bahn-Club trifft sich in 2018 noch an folgenden Terminen:
17.03.2018, 21.04.2018, 19.05.2018, 16.06.2018, 14.07.2018, Sommerpause, 22.09.2018, 20.10.2018, 17.11.2018, 15.12.2018

Der U-Bahn-Club findet immer samstags von 11.30 bis 14.30 Uhr statt.
Wir treffen uns in der Poccistr. 5.

Information u. Anmeldung: Irene Sawicki, Tel.: 089 / 316 51 46

I. Sawicki


Abfrage: Schwimmkurs für Erwachsene

Bei Interesse könnte der Freundeskreis eventuell auch einen Schwimmkurs für Erwachsene organisieren. Melden Sie sich bei Interesse im Büro!


Osterfreizeit – es ist noch ein Platz frei!

Zum jetzt 6. Mal werden wir vom 30.04.2018 bis 07.04.2018 im schönen Feriendorf in Tieringen sein (Webseite des Feriendorfes: http://www.feriendorf-tieringen.de).
Der Eigenanteil wird 550 Euro betragen und wie im letzten Jahr nach der Freizeit in Rechnung gestellt werden. Die Betreuungsleistungen (ca. 950 Euro) werden über die Pflegekasse abgerechnet.

Informationen und Anmeldeformulare erhalten Sie von Frau Merz, E-Mail: alexandra.merz@autismus-oberbayern.de

A. Merz


Kinderfreizeit

Auch 2018 dürfen sich wieder relativ selbständige Kinder und Jugendliche im Alter von etwa 11 bis 18 Jahren darauf freuen, unabhängig von ihren Eltern verreisen zu können.
Bei Interesse melden Sie sich bitte im Büro, 089 / 7465 4194, mail@autismus-oberbayern.de


Individuelle Ferien

Autistische Jugendliche und Erwachsene möchten auch gern mal ohne Eltern in Urlaub fahren. Deshalb sind wir bei der Organisation und bei der Abrechnung der Betreuung behilflich, wenn ein autistischer Mensch oder auch eine kleine Gruppe in Urlaub fahren möchte.
Melden Sie sich beim Verein, wenn Sie diese Möglichkeit ausprobieren möchten. Sie können den Ort und den Zeitraum des Urlaubs frei wählen!


Erfolge für unsere Klettergruppe

Im letzten Jahr nahmen unsere Klettergruppen zum ersten Mal bei den 15. Münchner Stadtmeisters-chaften teil. Dies ist der größte und älteste Wettkampf für Para- und Specialclimber in Deutschland.
Unter Leitung der Klettertrainerin Natascha Haug, vom Team Stützpunkt Inntal (Verein zur Förderung des Klettersports für Menschen mit und ohne Behinderung), starteten 4 Teilnehmer der Klettergruppen von Autismus Oberbayern.

Über 35 Para- und Specialclimber aus ganz Deutschland kletterten bei den Meisterschaften mit viel Freude und Ehrgeiz um die Plätze. Insgesamt traten 330 Sportler aus ganz Deutschland im Kletterzentrum München-Freiham in insgesamt 14 Wertungsklassen an. Davon waren 6 Handicapklassen vertreten.

Ein großer Erfolg sind zwei Ränge, welche die Teilnehmer unserer Klettergruppen belegt haben:
Wir gratulieren auf diesem Wege ganz herzlich Aleksey Peters zum 1. Platz sowie Benjamin Schreiber zum 3. Platz.

Ein großes Lob geht an alle Teilnehmer, die sich dieser Herausforderung gestellt haben. Natascha Haug möchten wir außerdem ganz herzlich für ihr Engagement danken.

V. Rückert

Die gesamten Ergebnislisten können Sie über diesen Link einsehen: Zu den Ergebnislisten

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Künstlerische Angebote

Gestütztes Malen und FC in der Kunsttherapie bei Frau Lobisch, Gauting, Psychotherapeutische Praxis für Kunsttherapie (HPG)

Frau Lobisch bietet in Gauting 8 Einzelstunden je 60 Minuten pro Kalenderjahr in ihrem Atelier für Gestütztes Malen und FC an. Sie arbeitet seit 1986 mit schwer kommunikationsbehinderten Menschen mit Autismus und wendet seit 1993 in ihrer Arbeit die Methode der Gestützten Kommunikation an. Daraus hat sie 1994 das Gestützte Malen entwickelt.
Die bei ihr malenden Frauen und Männer, Mädchen und Knaben erfahren bei ihr im sicheren Rahmen kundige Stütze zum schriftlichen und künstlerischen Ausdruck sowie Kontinuität in der fachlichen Begleitung.

Im Moment sind die festen Malplätze ausgebucht. Ein Einstieg als Springer/in ist aber jederzeit möglich.

Informationen dazu bekommen Sie im persönlichen Telefonat mit Frau Lobisch selbst. S. B. (38) malt (siehe Bild) und schreibt:
ICH BIN FREI WIE EIN ADLER IN SEINEN GELIEBTEN BERGEN. FREIHEIT IM DENKEN UND HANDELN SIND LEBENSWERTE, DIE MIR WICHTIG SIND.

Malen ist Hoffnung

Erste Eindrücke vom Gestützten Malen können Sie auf der folgenden Website bekommen, sowie dort auch einen halbstündigen Film über das Gestützte Malen ansehen:
http://www.gestuetztes-malen.de

Verfolgen Sie darüber hinaus gerne die regelmäßigen Veröffentlichungen von Bildern und Texten der Malerinnen und Maler auf Facebook in einer Form der kontinuierlichen Ausstellung:
Facebook: MALEN IST HOFFNUNG

Bis zum Sommer gibt es noch folgende Maltermine:
02./03./04. März 2018, 13./14./15. April 2018, 04./05./06. Mai 2018, 22./23./24. Juni 2018, Ersatztermin: 30. Juni 2018

Brigitte Lobisch (Kunsttherapeutin)
Balthasar-Vitzthum-Str. 8, 82131 Gauting
Tel.: 089 / 850 15 59, Mail: brigittelobisch@gestuetztes-malen.de


Theatergruppe „Die Körpermomente“ – Wie ein Theaterstück entsteht

RAUMZEITKONTINUUM

Die Theatergruppe DIE KÖRPERMOMENTE von erwachsenen Menschen mit Autismus versucht eine andere Dimension des Theaters zu finden, wo die Menschen mit Behinderung sich selbst spielen, wobei wir nicht von Behinderten sprechen wollen, sondern von "Menschen mit special effects" wie es Catrin Gammel vom Kreativ Labor der Pfennigparade so treffend formulierte.

Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, warum Theater für uns und für die Mitglieder der Theatergruppe DIE KÖRPERMOMENTE wichtig ist, und sind, nach Erstellen eines Fragebogens, unter anderem auf folgende Antworten gekommen:

Warum bist du in einer Theatergruppe?
Meine Psychologin hat es empfohlen. / Weil es mir Spaß macht. / Abschalten vom Alltag. / Andere Leute sehen. / In Rollen versetzen. / Von einer Schauspielkarriere träumen.

Was passiert in dir, wenn du auf der Bühne bist?
Das Selbstvertrauen steigt. / Ich versetzen mich in die betreffende Figur. / Man ist in einer ganz anderen Welt. / Ich fühle mich wie ein/e echte/r Schauspieler/in. / Ich fühle eine künstlerische Freiheit.

Was würdest du den Menschen mit Autismus sagen, die noch nicht das Theaterspielen ausprobiert haben?
Man lernt mit weniger Berührungsängsten auf andere zuzugehen. / Trau dich einfach mal, es auszuprobieren. / eE kann emotional, überraschend, erfreulich, negativ, besonders aber sehr intensiv sein.

Mit unserer neuesten Produktion RAUMZEITKONTINUUM wollen wir erneut versuchen zu zeigen WIE WICHTIG für uns das Theaterspielen ist.

In der ersten Phase unserer Theaterarbeit geht es darum sich auf ein Hauptthema zu einigen, im aktuellen Stück war und ist das Hauptthema Comicfiguren. Um sie herum gesellen sich eine Waschmaschine und schwarze Löcher im Weltall.
Zunächst war das gemeinsam entwickelte Konzept des Bühnenbildes für eine Aufführung im Freien gedacht.
Doch wie so oft im Theater muss man Dinge verwerfen, neu definieren, aus welchen Gründen auch immer. Theater fordert absolute Flexibilität und lebt von Veränderungen. Eine Aufführung gleicht nie der anderen, selbst wenn es das gleiche Stück beinhaltet.

In der zweiten Phase geht es darum, einen Text aus der Sicht der darzustellenden Figur zu beschreiben. Die große Herausforderung ist, dass man von sich selbst Abstand nimmt und gleichzeitig ganz nah an der Grenze zur Fantasie, die das Stück verlangt, bleibt.

In der dritten Phase konzentriert sich unsere Energie Richtung Vorstellung. Wichtig ist es dranzubleiben um das Stück durch die Proben individuell wie auch als Gruppe voranzutreiben.
Die Erwartungen und Bemühungen haben nur dann einen Sinn, wenn das Theater uns verbindet und ein gemeinsames Erleben ermöglicht.

Die letzte Phase findet nach der Vorstellung statt: ein Dialog zwischen den Darstellern und dem Publikum, wo die Masken fallen und die Menschen anderen Menschen begegnen, die bereit sind etwas zu teilen, sich mitzuteilen, um über ihre Eindrücke an diesem Abend zu diskutieren.

Wenn die Worte versiegen, so kann man noch immer gemeinsam ein Glas Wein trinken.

Die Körpermomente


Lesung von Silke Bauerfeind in Fürstenfeldbruck

Lesung von Silke Bauerfeind

Silke Bauerfeind veröffentlicht in ihrem aktuellen Buch Interviews, die sie mit Eltern von Kindern mit Autismus führte. Darüber hinaus erzählt sie aus ihrem eigenen Familienleben mit einem autistischen Sohn, der nicht spricht und per Gebärdensprache kommuniziert.
Die Autorin ist Kulturwissenschaftlerin und Herausgeberin eines Online-Magazins zum Thema Autismus.

Auch in der Cäcilienschule Fürstenfeldbruck (https://www.stiftung-kinderhilfe.de/) wird Silke Bauerfeind eine Lesung halten.

Veranstaltungsort: Philipp-Weiß-Schule (Partnerschule), Philipp-Weiß-Straße 4, 82256 Fürstenfeldbruck (Parkplätze sind vorhanden)
Termin: Mittwoch, 02.05.2018
Beginn: 20 Uhr, Kartenvorverkauf ab 19 Uhr
Eintritt: 5 € 

Wir freuen uns auf Sie!


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Fortbildungsangebote

Wir danken dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration für die Förderung unserer Fortbildungen.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Diese Projekte werden aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

Unsere Helferschulungen 2018

Unsere Helferschulungen werden in Kooperation mit unseren Kooperationspartnern (autkom, OBA - evangelisch in der Region München, OBA-Lebenshilfe, GLL, BiB) durchgeführt.
Für Ehrenamtliche dieser Kooperationspartner sind diese Schulungen kostenlos.

Die Schulungsprogramme unserer Kooperationspartner:
Link zum Schulungsprogramm 2018 von autkom
Link zu den Fortbildungsangeboten 2018 unserer Verbundpartner Lebenshilfe München, OBA, BiB und GLL


Helferschulung: Visuelle Variantenpläne

Eine Methode, die autistischen Menschen helfen kann, neue erfolgreiche Verhaltensweisen zu lernen, statt anzuecken.

Leo tobt, schreit, kratzt und schlägt um sich; Lisa isst das Wurstbrot der Lehrerin auf; Kevin zieht sich zurück und weint; Moni beschimpft die Betreuerin; Frau May steht hungrig und tobend vor dem leeren Kühlschrank. Wir alle kennen diese und andere Register, die autistische Menschen ziehen, wenn sie sich nicht anders zu helfen wissen. Oft erfahren wir dabei nicht einmal, was los ist. Den Betroffenen selbst ist es offensichtlich verwehrt, ein angemessenes Verhalten zu erlernen, um Wünsche zu äußern oder misslichen Situationen beizukommen. Die Folgen ihres Benehmens können sie nicht absehen. Und schon gar nicht, dass sie oft genug am Ziel vorbeischießen.

Visuelle Variantenpläne (VVP) veranschaulichen die Zusammenhänge. In Bildern und/oder schriftlich zeigt eine Bezugsperson eine bestimmte Situation auf und stellt zwei Verhaltensvarianten und dazu deren Ergebnisse einander gegenüber: das bisherige Gebaren und eine ganz neue Strategie, mit der sich das jeweilige Ziel viel besser erreichen lässt. Mit Hilfe solcher visuellen Pläne können Menschen mit Schwierigkeiten im sozialen Lernen und Bewältigen alltäglicher Abläufe die Umstände aus der Distanz heraus immer wieder und im eigenen Tempo betrachten und die verschiedenen Wege der Problemlösung abwägen. Verstehen sie erst das Gefüge, entscheiden sie sich fast immer für die annehmbare und vor allem wirkungsvolle Verhaltensvariante und erweitern so die Bandbreite ihrer Handlungsmöglichkeiten.

VVP sind also nicht nur ein Hilfsmittel, um problematisches Verhalten abzubauen, sondern vor allem ein Leitfaden und Anhaltspunkt für das, was man stattdessen tun kann.

Die Teilnehmer sollen einen Überblick bekommen, wie VVP aufgebaut werden, wirken und im Alltag eingesetzt werden können.

M. Lell

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Do., 03.05.2018, 18.00-21:30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Helfer, Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, kostenlos für Mitgl. des Helferdienstes, des FeD autkom und für Helfer unserer Kooperationspartner
Anmeldung: siehe https://autismus-oberbayern.de
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 FP


Helferschulung: Social Stories

Autistische Menschen haben Probleme, sich in der sozialen Welt zurechtzufinden. Der Grund dafür liegt in ihrer sozialen Wahrnehmung: Sie müssen mit speziellen Methoden lernen, soziale Signale und soziale Regeln zu erkennen und richtig zu deuten. Zu diesen Methoden gehören die sozialen Lerngeschichten („Social Storys“). Interessant ist dabei, dass soziale Lerngeschichten immer aktuell, persönlich passend zu einer konkreten autistischen Person geschrieben werden. Helfer und Betreuer können diese Methode leicht erlernen und in ihre Arbeit integrieren.

An diesem Abend werden Sie über die Besonderheiten der sozialen Wahrnehmung autistischer Menschen, sowie über das Schreiben und die Anwendungsmöglichkeiten von sozialen Lerngeschichten viel Interessantes und Praktisches erfahren.

Je nach Entwicklungsstand eignet sich die Methode für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene im autistischen Spektrum.

Referentin: Susanne Maróthy
Datum/Uhrzeit: Di., 08.05.2018, 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Helfer, Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, kostenlos für Mitgl. des Helferdienstes, des FeD autkom und für Helfer unserer Kooperationspartner*
Anmeldung: siehe https://autismus-oberbayern.de
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 FP


Autismus und Prävention einer Depression

Depression ist eine der häufigsten psychischen Störungen, die bei einem autistischen Menschen auftreten kann. Wenn ein autistischer Mensch depressiv wird, wirken autismusspezifische Fördermaßnahmen wesentlich weniger als ohne Depression. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Depression chronisch wird, ist relativ groß.
Deswegen ist die Prävention von hoher Bedeutung. An diesem Abend erfahren Sie die Symptome einer Depression, die Gründe, warum Depression oft Autismus begleitet und Sie werden über zahlreiche Möglichkeiten informiert, wie die Bezugspersonen von autistischen Menschen, darunter auch Helfer und Betreuer, sich im Alltag in der Prävention aktiv einbringen können.

Referentin: Susanne Maróthy
Datum/Uhrzeit: Di., 06.03.2018, 18.00-21.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Helfer, Eltern u. Fachleute, Angehörige u. Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, kostenlos für Mitgl. des Helferdienstes und des FeD autkom
Anmeldung: siehe https://autismus-oberbayern.de
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 FP


TEACCH Workshop

Inhalte des Workshops:

  • Besprechung von Fallbeispielen
  • Erstellen von Zeitplänen
  • Was tun, wenn der Plan nicht funktioniert
  • Wie kann mein Kind lernen mit Veränderungen umzugehen?
  • Wie kann mein Kind lernen sich selbständig zu beschäftigen?
  • Erstellen von Handlungsplänen wie anziehen, abspülen, duschen uvm
  • Erlernen sozialer Kompetenzen
  • Erfahrungsaustausch
  • Zur Veranschaulichung können eigene Videos mitgebracht werden

Referentin: Waltraut Sachseder
Datum/Uhrzeit: Fr., 16.03.2018, 16.30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Fachkräfte und alle TEACCH-Interessierte mit TEACCH-Erfahrung
Kosten: 20 € pro Person
Anmeldung: siehe https://autismus-oberbayern.de
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 FP


Förderung von Sprache und Kommunikation bei Menschen mit ASS

Wegen abweichender neurobiologischer Gegebenheiten haben es Menschen mit Autismus besonders schwer, die vielschichtigen Vorgänge bei der zwischenmenschlichen Verständigung zu durchschauen. Schwierigkeiten in der Kommunikation und im Umgang mit der Sprache gehören zu den zentralen, alle Ausprägungsformen verbindenden Kernkriterien des Autismus.

Die Bandbreite reicht von fehlender Sprache bis hin zu guter verbaler Ausdrucksfähigkeit:
Einige lernen das Sprechen gar nicht oder nur in Ansätzen. Andere können zwar sprechen, aber ihre Anliegen aber dennoch nicht kommunizieren. Manche drücken sich überaus gewählt aus, haben aber kein Gespür für Sprachkürzel, Ironie und bildhafte Sprache oder gar für die Regeln des zwischenmenschlichen Dialogs. Fast immer ist auch das Sprachverständnis betroffen.

An vier Abenden wollen wir die ursächlichen Zusammenhänge beleuchten und Hilfsmaßnahmen erarbeiten.

Sprache und Kommunikation bei Menschen mit ASS, Teil I – Hintergründe und Ursachen der Probleme

Alle Auffälligkeiten gehen auf Abweichungen in Struktur, Vernetzung und Arbeitsweise des Gehirns zurück. Thema dieses Abends ist, wie sich die daraus entstehenden Dysfunktionen unmittelbar auf Lernvorgänge, das gesamte kommunikative Geschehen und die Entwicklung von Sprachkompetenz auswirken.

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Do., 26.04.2018, 18.00-21.30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Fachleute, Angehörige und Interessierte
Kosten: 20 € pro Person
Anmeldung: siehe https://autismus-oberbayern.de
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 FP

Sprache und Kommunikation bei Menschen mit ASS, Teil II – Rahmenbedingungen und Schlüsselfunktionen

Auf der Basis des im ersten Teil erworbenen theoretischen Hintergrundwissens bekommen die Teilnehmer einen Überblick, mit welchen autismusspezifischen Rahmenbedingungen und Vermittlungstechniken sich Lernhürden überwinden lassen und auf welche Schlüsselfunktionen es beim Erlernen kommunikativer und sprachlicher Fähigkeiten ankommt.

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Do., 28.06.2018, 18.00-21.30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Eltern, Fachleute, Angehörige und Interessierte
Kosten: 20 € pro Person
Anmeldung: siehe https://autismus-oberbayern.de
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 FP

Sprache und Kommunikation bei Menschen mit ASS, Teil III - Förderung nichtsprechender Menschen mit ASS

Mit welchen Hilfsmitteln und Strategien der Bezugspersonen lassen sich unzureichendes Sprachverständnis kompensieren, zielgerichtete Kommunikation, Eigeninitiative, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und vielleicht sogar das Sprechenlernen ankurbeln? Es werden einige Methoden und Kniffe vorgestellt.

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Do., 18.10.2018, 18.00-21.30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Personen, die die Kurse „Sprache und Kommunikation, Teil I und Teil II“ besucht haben
Kosten: 30 € pro Person
Anmeldung: siehe https://autismus-oberbayern.de
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 FP

Sprache und Kommunikation bei Menschen mit ASS, Teil IV - Förderung sprechender Menschen mit ASS

Autistische Menschen, die gut sprechen und sich oft sogar recht gewählt ausdrücken, haben ihre liebe Not mit den in unserer Alltagssprache gebräuchlichen Kürzeln, Redewendungen, bildhaften Ausdrücken, ironischen Äußerungen und Witzen. Auch ist es für sie schwer, all die ungeschriebenen Regeln und Normen intuitiv zu erlernen, die einer angenehmen, höflichen und reibungslosen zwischenmenschlichen Kommunikation zugrunde liegen.
Was können die Bezugspersonen tun, um Missverständnisse zu minimieren und den Betroffenen zu mehr pragmatischer Kompetenz zu verhelfen?

Referentin: Maria Lell
Datum/Uhrzeit: Do., 15.11.2018, 18.00-21.30 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Personen, die die Kurse „Sprache und Kommunikation, Teil I und Teil II“ besucht haben
Kosten: 30 € pro Person
Anmeldung: siehe https://autismus-oberbayern.de
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
ortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 3 FP


Wahrnehmung autistischer Menschen

Referentinnen: Susanne Nieß und Dr. Nicosia Nieß
Datum/Uhrzeit: Di., 03.07.2018, 16.00-18.00 Uhr
Ort: HPT Lebenshilfe Landsberg, Hopfengartenstr. 2, 86899 Landsberg am Lech
Zielgruppe: Eltern und Fachleute, Angehörige und Interessierte
Kosten: 20 € pro Person, kostenlos Mitarbeiter unseres Helferdienstes und des FeD autkom
Anmeldung: siehe https://autismus-oberbayern.de
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 2 FP


Einführung in das strukturierte Lernen nach dem TEACCH-Ansatz – eine Möglichkeit der Förderung von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung

Der Name TEACCH steht für "Treatment and Education of Autistic and related Communication handicappend Children", (Behandlungs- und Bildungskonzept für autistische und in ähnlicher Weise kommunikationsbeeinträchtigte Kinder).
Das Ziel ist die größtmögliche Selbständigkeit und die Maximierung der Lebensqualität für Menschen mit Autismus. Das methodische Vorgehen im TEACCH-Ansatz basiert auf entwicklungspsychologischen und kognitiv-verhaltens-therapeutischen Konzepten. Strukturierte Hilfen fördern das Gefühl von Sicherheit und Kompetenz, denn man kann sich auf Situationen besser einstellen, wenn man versteht was passiert.

Im Seminar werden neben der Philosophie des TEACCH-Anatzes die grundliegenden Ziele einer Förderung und Begleitung von Menschen mit ASS dargelegt. Strukturierung von Raum, Zeit und Material und die Einbeziehung individueller Stärken und Interessen spielen dabei eine wesentliche Rolle.
Anhand von Materialien, Fotos und Videos aus der praktischen Arbeit, werden individuell entwickelte Hilfen vorgestellt.
In Arbeitsgruppen besteht die Möglichkeit, Zeitpläne zu gestalten, Raum- und Arbeits-Lernplätze zu planen oder Handlungsabläufe zu erstellen.
Für die Gruppenarbeit können folgende Materialien mitgebracht werden: Schuhschachteln, Kleber, Scheren, Kataloge, Buntstifte, Plastikbecher, "altes Spielmaterial" (Perlen, Muggelsteine, Bildkarten etc.), Schnellhefter aus Karton ggf. selbstklebende Klettbänder.

W. Sachseder

Referentin: Waltraud Sachseder
Datum/Uhrzeit: 08. Juni 2018, 16.30.-19.00 Uhr, 09. Juni 2018, 10.00-16.00 Uhr
Ort: Poccistr. 5, 80336 München, 1. Stock
Zielgruppe: Menschen mit ASS, Eltern, Angehörige, Fachleute und Interessierte
Kosten: 100 Euro, 40 Euro für Mitgl. des Helferdienstes
Anmeldung: siehe https://autismus-oberbayern.de
Ansprechpartnerin: Fr. Pospiech, 0172 - 374 9111, seminare@autismus-oberbayern.de
Fortbildungspunkte f. Mitarbeiter unseres Helferdienstes: 10 FP

Wir danken dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration für die Förderung unserer Fortbildungen.

Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Diese Projekte werden aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.


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autkom

Veranstaltungskalender 2018

Veranstaltungskalender 2018 von autkom

autkom feiert dieses Jahr gemeinsam mit dem Autismus Kompetenznetzwerk Oberbayern (akn) 10 jähriges Jubiläum. Deshalb erhalten Sie in der neuen Ausgabe unseres Veranstaltungskalenders einen Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre.

Dem Veranstaltungskalender können Sie detaillierte Informationen zu unseren Angeboten und Aktivitäten entnehmen:

Die offenen Treffs für Menschen mit Autismus finden jeden Freitag von 13:30 bis 14:00 Uhr statt. Für Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung und Angehörige steht jeden zweiten Monat das Elterncafé zum Austausch und Plaudern bereit. Eine Anmeldung ist für die offenen Treffs nicht erforderlich. Wir freuen uns über jede/n der einfach mal vorbeischaut.

Unsere Freizeit- und Begegnungsangebote finden in regelmäßigen Abständen statt. Sie umfassen Treffs für Partner von Menschen mit Autismus, Entspannungskurse, Schachkurse für Kinder sowie die moderierte Selbsthilfegruppe.

Für Bildungsangebote, wie den Tagesworkshop "Strukturierungs- und Visualisierungshilfen in Anlehnung an den TEACCH-Ansatz" (29.03.2018) ist eine Anmeldung erforderlich.

Auf folgende Informationsveranstaltungen möchten wir Sie insbesondere hinweisen:

  • 17.04. Hilfen zur Unterstützung der Handlungskompetenz
  • 24.04. Herausforderndes Verhalten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Autismus-Spektrum-Störung (Garmisch-Partenkirchen)
  • 03.05. Erfahrungsbericht eines Menschen mit der Diagnose Autismus
  • 25.06. Unterstützung der sozialen und emotionalen Kompetenz (Neuburg a.d. Donau)
  • 24.07. Autismus und Fahreignung

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender unter www.autkom-obb.de.

Die Anmeldung zu den einzelnen Terminen ist unter 089 / 4522587-0 oder per Mail an info@autkom-obb.de möglich.

Dr. Martina Schabert (Fachreferentin autkom)


Freie Plätze in der Heilpädagogischen Praxis von autkom

Ziel unserer heilpädagogischen Praxis ist es, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer (Verdachts-) Diagnose Autismus eine bestmögliche Entwicklung und soziale Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen.
Unsere Methoden werden nach individuellem Bedarf angepasst und im Einzel- und/oder Gruppensetting angeboten. Im Besonderen werden autismusspezifische Verfahren herangezogen, wie Strukturierungs- und Visualisierungshilfen nach dem TEACCH-Ansatz. Zudem spielt im Rahmen der Förderung die Elternarbeit und die Kooperation mit anderen Fachkräften eine bedeutende Rolle für die Erreichung der Förderziele.

Gerne beraten wir Sie über unser Angebot und helfen Ihnen bei der Beantragung der Kostenübernahme, die über Eingliederungshilfe oder Jugendhilfe erfolgen kann. Zudem besteht die Möglichkeit die Behandlung selbst zu finanzieren.

Wenn Sie Interesse haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
Telefon: 089 4522587-0
E-Mail: info@autkom-obb.de
Web: www.autkom-obb.de

Dr. Martina Schabert (Fachreferentin autkom)


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Informationen und Tipps

queer Autland München – eine Selbsthilfegruppe für Autisten, die queer/trans/inter sind

queer Autland München ist eine Selbsthilfegruppe von Autisten für Autisten, die gleichzeitig auch in eine oder mehrere der folgenden Kategorien passen:
queer: bi, lesbisch, schwul, asexuell, queer, pan, nichthetero
trans: genderqueer, trans weiblich, trans männlich, genderfluid, agender, nonbinary
inter: intersexuell, intergeschlechtlich

Die Selbsthilfegruppe trifft sich jeweils am zweiten Samstag eines Monats. Die nächsten Treffen sind
10.03.2018, 16:30 – 19:30 Uhr
14.04.2018, 16:30 – 19:30 Uhr
Ort: LeTRa, Angertorstr. 3, 80469 München

Interessierte können per Email Kontakt aufnehmen (queer@autland.achernar.uberspace.de).

Hier noch eine längere Beschreibung auf dem Blog von Autland Nürnberg:
Link zum Blog von Autland Nürnberg

queer Autland München


Die 115 als Wegweiser f. Pflegebedürftige u. pflegende Angehörige in München (Vorwahlbereich 089)

Über 1,5 Millionen Münchnerinnen und Münchner im Vorwahlbereich 089 können die 115 wählen, aber vielen ist diese Nummer nicht bekannt. Deshalb möchten wir informieren, dass es diese Nummer gibt.
Die Behördennummer 115 hilft schnell und zuverlässig bei allen Fragen rund um das Thema Pflege und vermittelt Bürgerinnen und Bürgern qualifizierte Pflegeberater.

Jeden Wochentag von 8 bis 18 Uhr informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Themen wie:

  • Pflegegeld
  • Sach- und Kombileistungen der Pflegeversicherung
  • Pflegehilfsmittel
  • wohnumfeldverbessernde Maßnahmen und Förderung des altersgerechten Wohnens
  • Pflegeunterstützungsgeld der Pflegeversicherung bei Arbeitsbefreiung in einer akuten Pflegesituation
  • zinslose Darlehen bei Freistellung oder Reduzierung der Arbeit zur Pflege eines nahen Angehörigen
  • Leistungen der Hilfe zur Pflege

Der neue Flyer „Informationen für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige“ bietet einen Überblick über das neue Angebot der 115 rund um das Thema Pflege.

Quellen:
Bundesgesundheitsministerium
Stadt München


Urlaubsbegleitung für Menschen mit Assistenzbedarf

Katrin Sippel (Heilpädagogin, langjährige Betreuerin bei autismus Oberbayern e.V.) und ihr kleines Team von "Be happy Mallorca" bieten seit 2017 Reiseassistenz an, um auch Familien mit einem Kind mit ASS oder Menschen mit ASS einen unbeschwerten Urlaub auf der schönen Insel Mallorca zu ermöglichen. Dabei richtet sich die jeweilige Urlaubsassistenz nach dem individuellen Betreuungsbedarf und Wünschen des Urlaubers.

Unterstützt werden u.a.

  • alles rund um das Thema Alltag/Selbstversorgung
  • Ausflüge
  • sportliche Aktivitäten
  • pflegerische Tätigkeiten wie Vermittlung von Fachkräften
  • Hin- und Rückbegleitung zum Flughafen – Hilfe beim Einchecken
  • für Eltern: individuelle Kinderbetreuung

Nähere Informationen finden Sie auf https://www.behappymallorca.com/


Auti-Group e.V. sucht neue Mitglieder

Wir sind eine Band bestehend aus 8-10 Musikern. Seit über 10 Jahren spielen wir schon zusammen die Musik, die uns gefällt. Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei.

Wenn du (Autist) ein Instrument spielst und eine Band suchst, bist du bei uns richtig!
Wir suchen vor allem Bläser und einen Bassisten.

Bitte melden bei sibylle.hartl@gmx.de
Wir freuen uns auf Dich!


Münchner kinder- und jugendpsychiatrische Kolloquien 2018

Das Programm der Münchner kinder- und jugendpsychiatrischen Kolloquien 2018 können Sie hier einsehen: Link zum Programm

Wir möchten insbesondere auf den Vortrag am 19.06.2018 hinweisen:
Thema: „Autismus-Spektrum-Störung: Quo vadis?
Referent: Prof. Dr. med Michele Noterdaeme
Datum: 19.06.2018
Uhrzeit: 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr
Ort: Hörsaal des kbo-Heckscher-Klinikums, Deisenhofener Straße 28, 81539 München
Anmeldung und Kosten: keine


Das Bundesteilhabegesetz - Änderungen in 2018

Einige Neuregelungen für Menschen mit Behinderung ab dem 1.1.2018:

  • Der Behinderungsbegriff wird in Anlehnung an die UN-Behindertenkonvention definiert.
  • Einführung des Teilhabeplanverfahrens und der Teilhabekonferenz
  • Neue Beratungsstrukturen, u.a. die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
  • Die "Teilhabe zur Bildung" ist nun eine eigene Leistungsgruppe.
  • Neuregelungen im Bereich "Teilhabe am Arbeitsleben".
  • Neue Regelbedarfe in der Sozialhilfe
  • Das Kindergeld wird künftig nur noch für die letzten sechs Monate vor dem Monat der Antragstellung ausgezahlt.

Quelle: http://www.der-paritaetische.de/


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Buchbesprechungen

Blütenschwarz

Silke Bauerfeind, BoD Verlag 2015

Bluetenschwarz

Das Buch ist in vier biographische Erzählungen gegliedert, die sehr unterschiedlich und alle sehr berührend sind.
Silke Bauerfeind verschafft ihren Lesern wertvolle Einblicke in andere Wahrnehmungen und eröffnet somit wieder einmal ganz neue Sichtweisen in "verschiedene Welten".
Die Erzählungen sind spannend zu lesen und zugleich sehr sensibilisierend.
Die Autorin stärkt mit "Blütenschwarz" das Bewusstsein und somit auch das Verständnis für andere Wahrnehmungen des Lebens, was ich persönlich überaus wichtig finde.
Alle vier Protagonisten sehen die Welt mit anderen Augen, jeder auf eine ganz eigene Art, die abseits unserer Vorstellung liegt und daher umso faszinierender ist.
Eine ganz klare Buchempfehlung für alle, die sich von der wunderbaren, philosophischen und mitreißenden Art zu schreiben von Silke Bauerfeind fesseln lassen möchten.

Alana Höflinger, Bloggerin bei www.Schwebewelt.com


Hochfunktionale Autisten im Beruf – Navigationshilfen durch die Arbeitswelt

Ina Blodig, Junfermann Verlag Paderborn 2016

Hochfunktionale Autisten im Beruf

Ganz klar ist dieses Buch gedacht für autistische Menschen, die eine Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt anstreben oder bereits haben. Dabei gefällt mir besonders, dass das Buch sehr klar gegliedert ist und dass alle Kapitel ergänzt werden durch Kommentare autistischer Menschen, wie sie mit schwierigen Situationen umgegangen sind.
Ina Blodig fängt wirklich mit dem Anfang an, also mit der Frage, ob die aus der Außensicht oft so „normal“ wirkenden autistischen Menschen mit hochfunktionalem Autismus offen mit ihrer Behinderung umgehen sollten oder sie lieber verschweigen sollten. Sie argumentiert sachlich und gibt den betroffenen Menschen ein breites Spektrum von Argumenten an die Hand. Ebenso genau und klar beschreibt sie, was ein Bewerbungsverfahren im Inhalt hat, was auch an sozialem Verhalten von einem Bewerber erwartet wird.
Auch für den Umgang mit Arbeitgeber, Vorgesetzten, Kollegen gibt sie sehr praxisbezogene Informationen, sei es die angemessene Kleidung, sei es der Umgang mit allgemeinen Redewendungen. Der Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz wird angesprochen, der Umgang mit Pausen, mit Urlaubszeiten und mit gesunder Lebensführung. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass autistische Menschen daran denken, regelmäßig zu essen und zu trinken, für genug Schlaf zu sorgen. Die Autorin weiß das und findet viele praktische Tipps, wie Menschen trotz Autismus in der Arbeitswelt zurechtkommen können.
Für betroffene Menschen, aber ebenso für Arbeitgeber und für Arbeitskollegen ist das ein hilfreiches "Nachschlagewerk", damit Berufstätigkeit für alle beteiligten Menschen gelingen kann.

Dr. Nicosia Nieß


Applied Behavior Analysis (ABA) in der Therapie von Kindern mit Autismus

Beata Urbaniak, Übersetzung: Martha Jurkewiecz, Kohlhammer Verlag 2017

ABA in der Therapie von Kindern mit Autismus

Vorliegendes Buch basiert auf Untersuchungen, die Beata Urbaniak in der polnischen Stadt Posen durchgeführt hat. 10 Jahre lang hat sie aufgezeichnet, wie Kinder mit der Diagnose Autismus entsprechend der ABA-Methode therapiert wurden.

Die beeinträchtigten Bereiche der beobachteten 30 Kinder:

  • Aufnehmen von Blickkontakt
  • Imitation
  • Bilden grundlegender Gegen-standskategorien
  • Verstehen von Mitteilungen
  • Imitieren von Sprachlauten
  • Benennen von Gegenständen
  • Initiieren verbaler und nonverbaler Interaktion
  • Ausführen zielgerichteter Handlungen

Ziel war es, Umfang und Charakter der Veränderungen dank intensiver Therapie mit den Methoden der ABA zu erforschen.
In ihrer Doktorarbeit, die dem vorliegenden Buch zugrunde liegt, hat Urbaniak die Ergebnisse dargestellt. Mir als einer Leserin, an der Thematik interessiert, aber mit der wissenschaftlichen Forschung auf diesem Gebiet nicht vertraut, erscheint die Arbeit auf einem hohen Niveau angesiedelt. Für mich waren die Darstellungen und Erläuterungen der Therapie-Ergebnisse mühsam zu lesen und zum Teil schwierig zu verstehen.
Die Autorin hat damit wohl gerechnet und deshalb Eltern einiger der untersuchten Kinder eingeladen, die Geschichte ihres Kindes zu erzählen. Diese Berichte habe ich sehr gern gelesen, sie vermitteln, anders als Zahlen und Statistiken, einen emotionalen Zugang zur Problematik der Kinder und der Familien.
Lässt man sich auf den wissenschaftlichen Teil ein, erhält man eine gute Einführung in die Grundlagen der Verhaltenstherapie und der Applied Behavoir Analysis (ABA). Die Beschreibung der 30 Kinder, die Analyse und Beurteilung ihres Entwicklungszustandes können für eine differenzierte Wahrnehmung autistischer Kinder sensibilisieren und schulen. Wie klein die Schritte sein müssen, bis sich Erfolge andeuten! Und wie viel Geduld gefordert ist: "...es gab auch Kinder, die für das Erlernen eines Verhaltens 98 Tage regelmäßiger Übungen benötigten" (S. 144).
Kritisch setzt sich die Autorin mit ihrer Untersuchung auseinander: eine Kontrollgruppe gab es nicht, das "normale Heranreifen" konnte nicht gemessen werden. Ihr Buch schließt mit "Schlussfolgerungen, Fragen, Zweifeln" und mit Hinweisen auf das Planen und Durchführen einer ABA-Therapie. Vielleicht bekommen die Leser hier den besten Zugang zum Thema.

A. Miksch


Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) – Ein integratives Lehrbuch für die Praxis

Noterdaeme, Ullrich, Enders (Hrsg.), Kohlhammer Verlag 2017, 2. erweiterte und überarbeitete Auflage

Autismus-Spektrum-Störungen - Ein integratives Lehrbuch für die Praxis

Die erste Auflage dieses Buches erschien 2010 – inzwischen hat sich viel getan und die neuen Aspekte und Erkenntnisse der letzten Jahre haben in diesem Buch erfreulich ihren Platz gefunden. Der Übergang von DSM 4 zu DSM 5 wird erläutert, ebenso der Übergang von ICD 10 zu ICD 11. Auch die ICF findet als neue Betrachtungsweise einen Platz. Zum neuen Aspekt gehört nicht nur die erheblich höhere Prävalenz, die diskutiert wird sondern auch der ganz deutlich höhere Anteil derjenigen vom Autismus betroffenen Menschen, die keine zusätzliche Einschränkung der intellektuellen Fähigkeiten aufweisen.
Das Kapitel über Förderung und Therapie wurde wesentlich erweitert, insbesondere über die Möglichkeiten der psychopharmakologischen Behandlung wurde ein neues Kapitel eingefügt. Neu ist auch ein ausführliches Kapitel über die schulische Bildung, was besonders unter dem Aspekt der Inklusion für die Praktiker unter den Lesern wichtige Gesichtspunkte beisteuert.
Aus autistischen Kindern werden autistische Erwachsene – die Zeit für einen wesentlichen und bestimmenden Lebensabschnitt findet die notwendige Aufmerksamkeit. Auch wenn diese Aspekte keinen großen Raum finden – Menschen aus dem autistischen Spektrum, die Partnerschaften eingehen, Familien gründen, selbständig leben, werden angesprochen – ich vertraue darauf, dass dieses Kapitel in gar nicht so ferner Zukunft mehr Raum einnehmen wird.
Schade, dass die beispielhafte DVD der ersten Auflage weggelassen wurde – aber ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich umfassend über die Autismus-Spektrum-Störungen informieren möchten.

Dr. Nicosia Nieß


Problemverhalten von Schüler(inne)n mit geistiger Behinderung

Klaus Hennicke, Theo Klauß (Hrsg.), Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. Marburg 2014

Problemverhalten von Schüler(inne)n mit geistiger Behinderung

In diesem Buch sind die Referate einer Tagung der Lebenshilfe zusammengefasst. Dadurch ist klar, dass die Begrenzung der Beiträge auf Schüler mit dem Etikett einer geistigen Behinderung abgestellt ist. Dass gerade bei den Schülern, über die hier berichtet wird viele zusätzlich das Etikett "autistisch" haben, wird niemanden verwundern. Erfreulich deutlich wird thematisiert, dass "Verhaltensauffälligkeiten" oder "Problemverhalten" ganz wesentlich von der Umgebung abhängen, also keine nur im Kind verankerte Eigenschaften sind.
Schule lebt nicht in der Theorie und in diesem Buch sind sehr viele praktische Beispiele aufgezeigt, wie man auch auf das wenig auffällige, aber für die Kinder trotzdem problematische Verhalten der eher ängstlichen oder depressiven Kinder achten muss. Für Pädagogen wie für Eltern oder Betreuer gibt es viele praktische Anstöße, z.B. ein ganzes Kapitel, wie man mit TEACCH das Umfeld der Kinder so erleichtern kann, dass das "Problemkind" ebenso davon Nutzen haben kann wie die Mitschüler und die Lehrer.
Auch die autistischen Kinder, die nicht geistig behindert sind und ihre Lehrer können von den allgemeinen Hinweisen gut profitieren. Es wird ja vor allem gezeigt, wie man das Umfeld eines "problematischen" Kindes verändern kann und das gilt auch für die Kinder, die ohne das zusätzliche Etikett "geistig behindert" in und an der Schule leiden und dieses Leid auch an Lehrer und Mitschüler weitergeben.
Dies macht das Buch für einen weiten Leserkreis wertvoll.

Dr. Nicosia Nieß


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Zu guter Letzt

Einige Blogs über Autismus-Spektrum-Störung


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